In Vorbereitung auf das 150. Jubiläum der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Japan und Deutschland im Jahre 2011 haben die Deutsche Botschaft in Tokyo und der DAAD im September 2009 die Initiative „Studentenherzen gewinnen“ ins Leben gerufen.
Auf der Grundlage der langjährigen Erfahrungen der DAAD-Außenstelle Tokyo und einer Umfrage an über 350 hiesigen Universitäten im Jahre 2008 wurden etwa 80 japanischen Hochschulen identifiziert, welche im besonderen Maße an Deutschlandkontakten interessiert sind. Diesen wurde ein “Präsentations-Kit” mit Vorträgen der deutschen Botschaft in Tokyo, des Generalkonsulats in Osaka und der DAAD-Außenstelle Tokyo zu verschiedenen Deutschlandthemen angeboten, besonders natürlich zum Themenfeld Deutschland als Hochschul- und Wissenschaftsstandort.
Bisher haben 12 japanische Hochschulen auf dieses Angebot positiv reagiert. Dr. Finken als Leiter der AS Tokyo hat in diesem Rahmen bereits im Oktober und Dezember 2009 Vorträge an der Tokyo University of Science, an der Nanzan-Universität in Nagoya und an der Universität Osaka gehalten; weitere Präsentationsreisen folgen dieses Jahr.
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Bis zum 30. April können sich Hochschulen noch für eine Förderung innerhalb des Erasmus Mundus Programmes 2010 bewerben. Gefördert werden drei verschieden Aktionslinien (Auszug aus der Ausschreibung):
Action 1: Erasmus Mundus Joint Programmes
• Action 1A: Erasmus Mundus Master Courses (EMMC)
• Action 1B: Erasmus Mundus Joint Doctorates (EMJD)
Action 2: Erasmus Mundus Partnerships
• Action 2 – STRAND 2: Partnerships with countries and territories covered by the Industrialised Countries Instrument (ICI)
Action 3: Promotion of European higher education
• Projects to enhance the Attractiveness of European higher education
Details zur Ausschreibung und den Bewerbungsmodalitäten
NEU: Über eine online-geschaltete “Partner Search Form” können potentielle Partner angeworben und Angebote von diesen eingesehen werden. Passende Partner können über das Schlagwort “Programm”, “Land” und / oder “Organisation” gesucht werden.
Am 23. und 24. Februar veranstaltet die Kobe Universität gemeinsam mit der Universität Essen-Duisburg einen englischsprachigen Workshop zum Thema: “Human Resource Management Issues of Foreign Firms in Japan” (Detailliertes Programm).
Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen sind bis zum 18. Februar erbeten unter: kenjo@rieb.kobe-u.ac.jp. (Details bitte dem Programm entnehmen).
Prof. Dr. Herbert Popp, emeritierter Mathematikprofessor und ehemaliger Prorektor der Universität Mannheim, erhielt am 20. Januar den japanischen “Orden der Aufgehenden Sonne am Halsband, goldene Strahlen”, den zweithöchsten Orden in Japan und die höchste japanische Auszeichnung, die einem Ausländer zuteilwerden kann.
Prof. Popp machte sich um die Forschungsförderung und Forschungskooperation von japanischen Wissenschaftlern an seinem Institut in Mannheim besonders verdient. Zudem setzte er sich über 30 Jahr lang für die Vermittlung der Aikido-Philosophie in Deutschland ein.
Gewürdigt werden mit diesem Orden Persönlichkeiten, die sich im besonderen Maße für die deutsch-japanischen Beziehungen engagieren. Der japanische Generalkonsul überreichte Prof. Popp den Orden in Mannheim.
Am 10. Januar 2010 nahm der Leiter der DAAD-Außenstelle Dr. Holger Finken gemeinsam mit Vertretern der deutschen Botschaft am Neujahrsempfang und Konzert der Japanese German Culture Community (JGCC) im Yoyogi Club teil. Die JGCC wurde vor zehn Jahren von Frau Eiko Hashimaru, der Nichte des früheren Außenministers Shigemitsu gegründet, um ihre über 35-jährige Erfahrung in Deutschland als Brücke zwischen Deutschland und Japan nutzbar zu machen. Ziel der JGCC ist die Vertiefung der Verständigung der beiden Völker in allen Bereichen. Die JGCC hat ca. 50 zahlende Mitglieder und betätigt sich auf mehreren Gebieten. So stellt sie Stipendien für Deutschlandaufenthalte junger Japaner(innen) zur Verfügung, veranstaltet japanisch-deutsche Liederabende, Kurse zu typischen Elementen der japanischen Kultur wie Kabuki und Noh, und natürlich Deutschkurse. Seit ihrer Gründung bietet die JGCC ein Kulturprogramm bei den Oktoberfesten der Deutschen Schule Tokyo-Yokohama an.
Die Einladung zum diesjährigen Neujahrsempfang, bei dem Dr. Finken über die Arbeit des DAAD in Japan sprach, hatten der Vizepräsident des DAAD Tomonokai, Herr Masao Oda, und der frühere japanische Botschafter in Deutschland Herr Keizo Kimura veranlasst. Herr Oda war 1959 bis 1961 DAAD-Stipendiat an der TU Berlin. Zur gleichen Zeit war auch der Präsident der JGCC, Professor Takaya Urakawa, DAAD-Stipendiat an der Musikhochschule Berlin im Fach Violine; später studierte er in München weiter und war insgesamt viele Jahre in Deutschland tätig. Gemeinsam mit anderen Musikern erfreute Professor Urakawa die Gäste des Neujahrsempfangs mit seinem Violinspiel.


Exkursionsbericht von Harald Niederstraßer
Donnerstag, 3. Dezember 2009
Die Anfahrt zur Exkursion nach Nagano erfolgte gemeinsam vom Tokyo Hbf. im Shinkansen Asama. Nach Ankunft in Ueda begann das Besichtigungsprogramm mit dem Besuch der Textilfabrik Koiwai Tsumugi Koubou (小岩井紬工房), die sich auf die Produktion hochwertiger Seide für die Herstellung von Kimonos spezialisiert hat. Der Familienbetrieb setzt ausschließlich Handarbeit ein, die im Rahmen der Besichtigung vorgeführt wurde und auch selbst am Webstuhl ausprobiert werden konnte. Abschließend wurde Tee angeboten, während der Inhaber weitere Besonderheiten der Seidenproduktion erklärte.



Daraufhin besichtigten wir die Maruko-Fabrik von Nagano Keiki (長野計 器・丸子電子機器工場), einem Hersteller u.a. von Drucksensoren besonderer Hitzebeständigkeit, teilweise auch unter Verwendung von Halbleitertechnik. Nach einer kurzen Einführungspräsentation folgte die Besichtigung der Produktionsstätte, zu deren Besonderheit ein partikelarmer Raum mit weniger als zehn Partikeln pro Kubikmeter gehörte, sowie die Vorstellung der Anwendungsbereiche vor allem im Automobil- und Baufahrzeug- , aber auch im medizinischen Bereich. Der erste Exkursionstag endete mit einem reichhaltigen und vielseitigen japanischen Abendessen im Ryokan Umemura Uguisutei (梅むら旅館うぐいす 亭) und anschließendem Bad im Onsen.



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Kurz vor Jahresende lud der deutsche Botschafter in Japan, Herr Dr. Volker Stanzel, junge deutsche Nachwuchswissenschaftler am 22.12.2009 in seine Residenz zu einem weihnachtlichen Beisammensein ein. Neben einem prächtigen Weihnachtsbaum, deutschen Speisen, Lebkuchen und Klaviermusik wurde den Gästen als besondere Darbietung das beeindruckende Geigenspiel einer Nachwuchsmusikerin im Kindesalter präsentiert. Dies brachte die etwa 40 jungen Wissenschaftler dazu, in die traditionellen Weihnachtslieder mit einzustimmen.
Botschafter Stanzel hatte zuvor in seiner Ansprache den wissenschaftlichen Nachwuchs ermutigt, durch fleissiges Networking Zukunftsperspektiven im deutsch-japanischen Austausch zu entwickeln und mit einem Augenzwinkern hinzugefügt, dass er selber wohl der erste Japanologe im Auswärtigen Amt gewesen sei.
Fernab von der Heimat wurde die weihnachtliche Atmosphäre sowie der Austausch mit den zahlreich anwesenden Mitarbeiter der deutschen Botschaft hier vor Ort dankend angenommen.




Bekanntmachung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) über die Fördermaßnahme “Konzeptions- und Vorbereitungsmaßnahmen deutscher Hochschulen zur Etablierung gemeinsamer Forschungsstrukturen mit Partnern im asiatisch-pazifischen Forschungsraum”:
Zur Vertiefung der Kooperation im Wissenschaftsbereich, vor allem zur Lösung globaler Probleme (z.B. Gesundheit, Energie, Umwelt), ist die Schaffung und Etablierung nachhaltiger und dauerhafter gemeinsamer Forschungsstrukturen (u.a. gemeinsame Laboratorien, gemeinsam genutzte und mittel- bis langfristig angelegte Feldversuche, Forschungsstationen und Versuchsanlagen, Etablierung gemeinsamer Forschergruppen) vorgesehen. Gemeinsame bi- oder multilaterale Forschungsstrukturen sollen in den jeweiligen Fachgebieten besonders ausgewiesene Hochschulen im beiderseitigen Interesse personell, organisatorisch und finanziell dauerhaft miteinander vernetzen. Die Strukturen sollen nachhaltig sein und eine längerfristige Perspektive haben und möglichst auch auf andere Bereiche der Universitäten ausstrahlen.
Anträge können bis zum 15.02.2010 von deutschen Hochschulen gestellt werden. Die Beteiligung von deutschen außeruniversitären Forschungseinrichtungen (mit Sitz in Deutschland) sowie kleinen und mittleren Unternehmen ist unter der Führung der Hochschule willkommen. Es sind keine Verbünde von mehreren Partnern in Deutschland erforderlich.
Details unter:
http://www.internationales-buero.de/de/2748.php
… erklang es von rund 250 Alumni, darunter auch neu gewonnene Deutschland-Alumni, am Ende des diesjährigen traditionellen Weihnachtskonzerts der Außenstelle Tokyo.

Federführend organisiert vom DAAD Freundeskreis “Tomo no Kai”, spielten Frau Maiko Saito auf der Violine und Frau Reiko Kanai am Klavier Stücke von Mozart, Chausson, Schnittke und Tschaikowski. Frau Saito, Studium an der Musikhochschule Freiburg beim ehemaligen ersten Konzertmeister der Berliner Philharmoniker Prof. Rainer Kussmaul, dort auch Abschluss des Aufbaustudiums Solistenausbildung, von 2000 bis 2002 DAAD-Stipendiatin, nach zahlreichen Meisterkursen u.a. bei Thomas Brandis, Dorothy Delay, Hermann Krebbers, Tibor Varga und Shmuel Ashkenasi jetzt Mitglied des NHK-Sinfonieorchesters, begeisterte durch ihr virtuoses Spiel, allem voran bei der Schnittke-Interpretation.
Frau Kanai, Studium an der Hochschule für Musik und Theater München bei Prof. Klaus Schilde, wo sie ihr Studium mit dem Meisterdiplom abschloss, seit 1991 Dozentin am Toho College of Music, begleitete auf dezente und zugleich höchst spannungerzeigende Weise das Geigenspiel.

Als Ehrengäste des Abends konnten Frau Gesandte Dr. Anna Prinz, die neben Herrn Dr. Holger Finken, Leiter der AS Tokyo sowie Herrn Professor Dr. Ryuichi Higuchi, Präsident des DAAD Tomo no Kai, einführende Worte sprach, sowie Herr Prof. Peter Grünberg, Nobelpreisträger für Physik und Japanpreisträger 2007, begrüßt werden.
Das “Kampai” sprach der langjährige Ehrenpräsident des Tomo no Kai, Professor Dr. Dr. h.c. Akira Ichikawa, bevor das gesellige Beisammensein bei deutschem Stollen und Wein begann.

Am 11. Dezember kamen rund 15 Hochschullehrende des DAAD-Beraternetzes Japan und weitere interessierte Hochschullehrende zu einem Erfahrungsaustausch und einer Fortbildungsveranstaltung in Tokyo zusammen. Am Vormittag berichteten die drei Berater Sven Holst, Stefan Buchenberger und Till Weber über die Deutschland-Seminare, die sie an ihren Universitäten im Herbst 2009 durchgeführt hatten. Die Teilnehmenden bekamen so einen Einblick in die Organisation und Durchführung einer solchen Informationsveranstaltung für den Studienstandort Deutschland und konnten gezielte Fragen an die drei Berater stellen. 
Als Dankeschön für ihr Engagement überreichte die Lektorin z.b.V. Katrin Dohlus vom DAAD Büro in Tokyo den drei Beratern ein kleines Präsent. Beim gemeinsamen Mittagessen berieten sich die Teilnehmenden über mögliche Veranstaltungen des DAAD-Beraternetzes Japan in den kommenden Jahren.
Am Nachmittag gab der Außenstellenleiter Dr. Holger Finken einen kompakten Überblick über die Forschungs(förder)organisationen in Deutschland. Die Lektorin Katrin Dohlus berichtete über die Internationalisierungsstrategien deutscher und japanischer Universitäten und deren Ergebnisse, Ziele und Probleme. Es wurde intensiv über die Gründe diskutiert, warum viele japanische Studierende den Schritt ins Ausland nicht wagen. Im letzten Teil der Veranstaltung stand Frau Tamai von der DAAD-Außenstelle für Fragen zum Bewerbungs- und Auswahlverfahren für die DAAD-Stipendien bereit.
Zum Abschluss wurde auf einem kleinen Empfang bei Schwarzbrot und Sushi weiter über die Themen der Veranstaltung und über andere Aktivitäten der Hochschullehrenden diskutiert.
An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an die Hochschullehrenden für ihren wichtigen Beitrag zur Beratung über Studien- oder Forschungsaufenthalte in Deutschland!