Seit 1. Januar 2012 ist Prof. Margret Wintermantel neue Präsidentin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Seit 2006 steht sie bereits als Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) vor.
Neuer Vizepräsident ist Prof. Joybrato Mukherjee, der Präsident der Justus-Liebig-Universität Gießen.
Auf einer Pressekonferenz am 16. Januar 2012 in Berlin stellte Wintermantel ihre Ziele und zukünftigen Schwerpunkte vor. Dazu gehören mehr internationale Studierende, ein
weiteres Wachstum der Auslandsmobilität deutscher Studierender, zielorientierte Strategien für die Internationalisierung, Beiträge zur Lösung globaler Probleme und die Unterstützung von Demokratisierungsprozessen.
Für 2012 hat sich der DAAD erstmals ein Jahresthema gestellt: ”Gesellschaft im Wandel - Wandel durch Austausch”. Dadurch will der DAAD geförderte Studierende und Wissenschaftler zu gemeinsamer inhaltlicher Arbeit an sozialen Problemen anregen und auch in der Öffentlichkeit deutlicher machen, wie akademischer Austausch zu gesellschaftlichem Wandel beitragen kann.
Hintergründe zu den Zielen sowie Informationen zu den Werdegängen des neuen Duos an der DAAD-Spitze finden Sie hier.
(Fotos: DAAD/ Sebastian Schobbert)
Das Hamburger International College of Music, eine private Einrichtung, die unter anderem von vielen Studierenden aus Ostasien besucht wird, führt im April 2012 drei Workshops für klassische Musik in Japan durch.
Termine:
Region Kansai: 15. und 16. April 2012
Fukuoka: 18. April 2012
Tokyo: 20. April 2012
Details zu den Workshops und den Anmeldeformalitäten finden Sie hier.
Das “Leibniz-DAAD-Research Fellowship-Programme” richtet sich an qualifizierte Postdocs aus aller Welt, deren Promotionsabschluss nicht länger als zwei Jahre zurückliegt. Diese können mit dem Stipendium ein Jahr lang an ausgewählten Instituten in Deutschland forschen.
Das vom DAAD und der Leibniz-Gesellschaft getragene Programm wurde im März 2011 erstmals ausgeschrieben, unter anderem mit dem Ziel, zur Entwicklung internationaler Forscherpersönlichkeiten beizutragen. Die Leibniz-Gesellschaft umfasst 86 Einrichtungen in Deutschland, die anwendungsbezogene, strategische und themenorientierte Grundlagenforschung betreiben und wissenschaftliche Infrastruktur bereitstellen.
Voraussetzungen:
Das Stipendienprogramm richtet sich an Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, die bereits promoviert haben oder einen gleichwertigen Abschluss vorweisen können. Zudem sind exzellente Englischkenntnisse eine Voraussetzung für die Bewerbung. Empfehlungsschreiben und eine Beschreibung des geplanten Forschungsprojektes sind einzureichen. Deutsche Staatsbürger sind von der Bewerbung ausgeschlossen.
Bewerbungsschluss ist der 20. März 2012.
Weitere Informationen: www.daad.de/leibniz
Die japanische Regierung lädt im März 2012 deutsche Studierende für knapp zwei Wochen zu einem Besuchsprogramm nach Tokyo und in die Region Tohoku ein. Bewerbungen sind noch bis 16. Januar 2012 möglich. Genauere Informationen zu diesem Programm finden Sie hier.
Professor Dr. Max G. Huber, 16 Jahre Vizepräsident und zur Zeit amtierender Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), scheidet Ende Dezember aus seinen DAAD-Ämtern aus. Ihm folgen am 1. Januar 2012 Professorin Margret Wintermantel, Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, als neue DAAD-Präsidentin sowie Professor Joybrato Mukherjee, Präsident der Justus-Liebig-Universität Gießen. Heute wird der scheidende Vizepräsident im Beisein von Politikern, Partnern und Weggefährten in Bonn offiziell verabschiedet.
DAAD-Generalsekretärin Dr. Dorothea Rüland dankt Max Huber ausdrücklich für sein herausragendes Engagement. Für den DAAD und als ”Nationaler Beauftragter der Bundesregierung für das Internationale Hochschulmarketing” hat Professor Huber entscheidende Impulse gesetzt. Die deutschen Hochschulen sind in seiner Amtszeit deutlich internationaler und damit auch attraktiver für Studierende und Wissenschaftler aus aller Welt geworden.
Max Huber wurde 1937 in Freiburg geboren und studierte Mathematik und Physik. Nach seiner Promotion und Habilitation in der theoretischen Physik begann er seine Karriere 1966 als Assistant Professor an der Duke University (USA). 1968/69 vertrat er einen Lehrstuhl für Theoretische Physik an der Universität Heidelberg. Im Anschluss folgte er dem Ruf auf den neu eingerichteten Lehrstuhl für Theoretische Physik an der Universität Erlangen-Nürnberg. 1983 wechselte Huber als Direktor des Instituts für Theoretische Kernphysik an die Universität Bonn, deren Rektor er zudem von 1992 bis 1997 war. Seit dem 1. Januar 1996 ist er Vizepräsident des DAAD, der sich seitdem von einer Organisation für Stipendien und Lektorenvermittlung zu der Internationalisierungsagentur der deutschen Hochschulen entwickelt hat. Das Programmvolumen und die Gefördertenzahlen haben sich in dieser Zeit nahezu verdoppelt. Heute ist der DAAD die größte und finanzstärkste Organisation für die internationale Hochschulzusammenarbeit und den akademischen Austausch in der ganzen Welt.
Weiterlesen
Im Rahmen des DAAD-Programms „Sprache und Praxis” (SP) erhalten die Stipendiaten die Möglichkeit, bei japanischen Firmen unterschiedlicher Branchen hinter die Kulissen zu blicken. Am 1. und 2. Dezember 2011 ging es zu diesem Zweck für den aktuellen SP-Jahrgang nach Nagoya. Über ihre Reise berichten die Stipendiaten im folgenden Exkursionstagebuch:
Donnerstag, 1. Dezember 2011
Am Donnerstagmorgen fuhr unsere Gruppe von Tokyo aus mit dem Shinkansen nach Nagoya. Nagoya ist die viertgrößte japanische Stadt und die Hauptstadt der Präfektur Aichi. Allgemein wird die Region um Nagoya als eine der wichtigsten Technologieregionen Japans angesehen.
Kurz nach unserer Ankunft in Nagoya besichtigten wir die Firma Menicon, Japans ersten und größten Kontaktlinsenhersteller. Im Jahr 1951 wurde Menicon von Kyoichi Tanaka, heute Vorsitzender von Menicon, in Nagoya gegründet, wo sich noch heute der Hauptsitz befindet. Somit feiert die Firma dieses Jahr ihr 60-jähriges Firmenjubiläum.
Das Hauptgeschäftsfeld von Menicon stellen formstabile Kontaktlinsen dar, die auf Verschreibung von Augenärzten hin individuell gefertigt werden. Weiterhin werden Kontaktlinsenpflegeprodukte hergestellt. Zurzeit werden auch weiche Linsen entwickelt. So durften wir die dünnste weiche Kontaktlinse der Welt, die von Menicon entwickelt wird, begutachten. Die Produkte von Menicon werden in über 70 Ländern, unter anderen auch Deutschland, vertrieben. Nach einer allgemeinen Vorstellung der Firma und einer Übersicht über die Produkte hatten wir die Möglichkeit, selbst Fragen zu stellen.
Von Menicon aus ging es nach einem kurzen Zwischenstopp an einer Raststätte weiter zur Firma Denso in der Stadt Kariya in der Präfektur Aichi. Denso ist Teil der Toyota-Gruppe und nach der Robert Bosch GmbH der zweitumsatzstärkste Automobilzulieferer der Welt. Die Produktpalette umfasst hauptsächlich Produkte für nahezu jedes technische Teilgebiet eines Automobils, aber auch Produkte für automobilferne Anwendungen, von Klimaanlagen über Zündkerzen bis hin zum „QR-Code“
Weiterlesen
Zarte bis pulsierende Flöten- und Klavierklänge stimmten die geladenen Gäste beim alljährlichen DAAD-Weihnachtskonzert am 8. Dezember 2011 im deutschen Kulturzentrum in Tokyo auf den Advent und die Weihnachtsfeiertage ein.
Egal ob klassische Klänge von Richard Strauss („Introduction, Thema und Variationen”) oder hochmoderne Musik von Toshio Hosokawa - die beiden Musiker Tomoko Iwashita an der Flöte und Satoru Sunahara brillierten und begeisterten mit ihrem virtuosen Spiel.
Bei der bekannten „Carmen Fantaisie” von François Borne nach Motiven aus Bizets „Carmen” zum Abschluss klopften besonders viele Füße im Publikum mit. Flötistin Iwashita setzte dabei die Betonungen so gekonnt, dass man bisweilen
glaubte, zwei Flötistinnen spielen zu hören.
Das Konzert wurde wie immer zusammen mit der Vereinigung der Freunde des DAAD (DAAD Tomonokai) organisiert. Durch das Programm führten DAAD-Außenstellenleiter Dr. Holger Finken und Eiko Seki, Koordinatorin der Alumni-Vereinigung DAAD Tomonokai.
Weiterlesen
Bald hätte man die berühmte Stecknadel fallen hören. Fast körperlich spürbar war die Spannung im Saal. Mit einem beeindruckenden Schauspiel aus Gesang, Mundharmonika, Ausdruckstanz und Farbprojektionen zogen Schauspielerin und Tänzerin Sulamith Bade und Mundharmonika-Spieler Takamoto Mizuno das Publikum aus 150 DAAD-Alumni in ihren Bann.
Dies war die erste Tanzaufführung im Rahmen der traditionellen „Butterbrot und Bier”-Veranstaltung des DAAD, die seit vielen Jahren zweimal im Jahr stattfindet.
Die beiden Künstler schufen spannende Kontraste durch die Kombination von klassischen und modernen, leisen und lauten, bewegungsarmen und aktiven Stücken. Nach dem Volkslied „Über meiner Heimat Frühling”, das Bade sang und Mizuno spielte, folgte eine moderne Tanzeinlage zu lauter HipHop-Musik; die Bühne war dabei in rotes Licht getaucht. (Ursprünglich war an dieser Stelle das Stück „The Nobodies” von Schockrocker Marilyn Manson
geplant, doch durch technische Umstände musste kurzfristig ein passender Ersatz gefunden werden. Die Tänzerin nahm’s gelassen und improvisierte gekonnt.) Zu einem japanischen Volkslied („The Rain on Jogashima
Island”) und Astor Piazollas „Contrabajissimo” tanzte und „kämpfte” sie zugleich einen imaginären Bühnenkampf mit einem unsichtbaren Gegner; Mizuno spielte
die Stücke virtuos auf der Mundharmonika. Sodann ging sie ins Publikum und tanzte mit einem der für Japan so typischen transparenten Regenschirme im Projektorlicht zur Bühne zurück, wo sie mit Crescendo-Stimme René Philombes „L’Homme Qui Te Ressemble” rezitierte.
Weiterlesen
„Dass ich erkenne, was die Welt Im Innersten zusammenhält” - nichts wünschte sich Goethes Protagonist, der Gelehrte Heinrich Faust, sehnlicher. Das war 1808. Heute setzen Teilchenphysiker einige Schritte vorher an. Sie forschen gleich nach den Ursprüngen des ganzen Universums. Dabei interessiert sie besonders, was in den magischen drei Minuten nach dem „Urknall” passierte, vor 13,7 Milliarden Jahren. Denn sie legten nach den Vorstellungen der Physiker den Grundstein für die Welt heute, für Zeit, Raum und Materie.
Um solche Hypothesen auch im Experiment zu bestätigen, haben sich Forscher aus aller
Welt 60 Kilometer nordöstlich von Tokyo in Tsukuba eingefunden, um an der Fortentwicklung des bestehenden Teilchenbeschleunigerrings „KEKB” zu arbeiten. 79 der derzeit 400 Forscher (später wird die Zahl 500 betragen) kommen aus Deutschland, und zwar von den Universitäten Bonn, Heidelberg, Göttingen, Gießen und Karlsruhe, der Technischen Universität (TU) München und der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München. Des weiteren ist das Max-Planck-Institut für Physik an dem Projekt beteiligt. Prof. Dr. Christian Kiesling, der dort tätig ist, ist für den offiziellen Startschuss des Experiments am 18. November 2011 nach Japan gereist: „Wir sind stolz darauf, an diesem Experiment beteiligt zu sein”, sagte
er bei der Pressekonferenz anlässlich der Eröffnung. In Kooperation mit dem Exzellenzcluster „Universe” (Technische Universität München) steuert sein Institut mit einem besonders sensiblen Detektor („Pixel-Vertexdetektor”) im Zentrum der Anlage das Kernstück des Großdetektors Belle II bei. Dort werden die Kollisionen und Zerfallsprozesse von Elektronen und Positronen im neuen Teilchenbeschleuniger „SuperKEKB” gemessen.
Prof. Dr. Jochen Schieck vom Exzellenzcluster „Universe” und von der Ludwig-Maximilians-Universität München war ebenfalls zum Auftaktevent im nationalen Zentrum für Hochenergiephysik in Japan („KEK”) gereist und hatte den geradezu winzigen „Pixel-Vertexdetektor” mitgebracht. Das „weltweit einzigartige Gerät” aus Deutschland hat die Größe einer schmalen Getränkedose; der Belle II-Großdetektor, in dessen Mitte er sitzt, hat einen Durchmesser von zehn Metern und wiegt 1.500 Tonnen. Er wird an der engsten Stelle des Kanals eingebaut, dort, wo künftig Elektronen und Positronen, die fast mit Lichtgeschwindigkeit durch den drei Kilometer langen Q-förmigen Beschleuniger gejagt werden, aufeinander prallen und zerfallen. Seine einzelnen Schichten sind 75 Mikrometer (0,0075 Zentimeter) dünn und so sensibel, dass noch die Flugrichtungen der Zerfallsprodukte erkannt werden können.
Weiterlesen

Vom 3. bis 5. November 2011 fand auf dem Mita Campus der Keio Universität in Tokyo ein dreitägiges Symposium zum Thema „Rechtstransfer in Japan und Deutschland” statt. Knapp 200 Wissenschaftler aus Deutschland und Japan hörten unter anderem Vorträge zur gemeinsamen Rechtsgeschichte, zur Entwicklung des Leistungsstörungsrechts und zum Rechtstransfer in Reformstaaten. Di
e Veranstaltung wurde von der Deutsch-Japanischen Juristenvereinigung (DJJV), dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), der Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH), dem Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin (JDZB) und der Keio Universität in Tokyo organisiert.
In seiner Eröffnungsrede bedankte sich DJJV-Präsident Dr. Jan Grotheer bei den Mitveranstaltern für die ausgezeichnete Vorbereitung der Veranstaltung, zumal unter schwierigen Bedingungen:
Das Symposium war ursprünglich für April angesetzt, wurde jedoch infolge der Nachwirkungen der Katastrophe in der Region Tohoku am 11. März 2011 auf November verschoben.
Die Tatsache, dass die Organisatoren „trotz des Jahrtausenderdbebens das Vorhaben nicht aufgegeben haben”, würdigte Prof. Dr. Dr. h.c. Makoto Ida, Vizepräsident der Keio Universität, in seiner Ansprache. Er hob die traditionell ausgesprochen internationale Ausrichtung der Keio Universität hervor: „Es unterrichten neun deutsche Professoren hier - wo finden Sie neun japanische Professoren an
einer Hochschule in Deutschland?” Mit dem Symposium wolle die Hochschule diese gute Tradition fortführen und stärken.
Über das deutsch-japanische Verhältnis sagte DAAD-Vizepräsident Prof. Dr. Max G. Huber in seiner Eröffnungsrede: „Trotz der 9.000 Kilometer Entfernung sind wir Nachbarn geworden in einer globalisierten Welt.” Die Harmonisierung von Rechtssystemen, eines der Themen des Symposiums, finde er persönlich besonders interessant: „Das geht ans Herz der Juristenausbildung.” 
Dr. Enno Aufderheide, seines Zeichens AvH-Generalsekretär, sagte, man wolle mit dem Symposium „ein Ausrufezeichen für die deutsch-japanische Zusammenarbeit setzen”, erst recht in diesem Jahr, in dem 150 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Deutschland und Japan gefeiert werden. Die beiden japanischen Humboldt-Alumni-Vereinigungen sind im Juni 2011 von Bundeskanzlerin Merkel für ihr Vorhaben einer engeren Integration und verstärkten Öffentlichkeitsarbeit mit einem Preis der Humboldt-Stiftung ausgezeichnet worden.
Weiterlesen