ERASMUS Mundus

Die Bezeichnung “ERASMUS Mundus” setzt sich aus “European Region Action Scheme for the Mobility of University” und “Mundus” (=lat. “Welt”) zusammen.
ERASMUS Mundus, eingeführt in 2004, bezeichnet ein von der Europäischen Union gefördertes Programm zur Steigerung der internationalen Zusammenarbeit von Hochschulen und Erhöhung ihrer akademischen Qualität  weltweit. Es ergänzt  das bereits seit 1999 (?) existierende „ERASMUS“- Programm, welches sich auf die EU-Staaten beschränkte.
Die 1. Phase des Projektes dauerte bis 2008 und beteiligte zum ersten Mal auch auβereuropäische, sog. “Third Countries”. Die 2. Phase, ERAMUS Mundus II, ist von 2009 bis 2013 angelegt und beteiligt auch Japan.
Das Programm verfügt über drei Aktionslinien, wovon Aktion 1 und 2 sich an Hochschulen wenden, während Aktion 3 für private und öffentliche Institutionen bereitsteht. Innerhalb der Aktionslinien 1 und 2 werden (Individual-)Stipendien vergeben, Aktion 3 gilt der  Projektförderung.

Die 3 Aktionslinien:

Aktion 1 – Joint Programmes (ERASMUS Mundus Master Courses and ERASMUS Mundus Joint Doctoral Courses)

Im Rahmen der Aktion 1 entstehen Partnerschaften zwischen mind. drei Universitäten, aus verschiedenen europäischen und evt. auβereuropäischen Ländern, die einen “Integrated Master Course” oder “Integrated Doctor Course” aufbauen. Dies ermöglicht Studierenden, ohne Zeitverlust und unter voller Anerkennung ihrer Studienleistungen im Ausland einen Double Degree oder Joint Degree-Abschluß an mindestens zwei der an der Partnerschaft teilnehmenden Universitäten zu erwerben.
Die EU-Kommission vergibt innerhalb der Aktion 1 Stipendien an Master- oder PhD-Studenten, aus sowohl europäischen als auch “Third Country” Ländern, sowie Kurzzeitstipendien an Wissenschafter, die mit dem Ziel der Lehre oder der Forschung  an den ERASMUS Mundus Master Courses teilnehmen.

Aktion 2 – Cooperation Partnerships (ERASMUS Mundus External Cooperation Window)

Aktion 2 bezieht sich nicht direkt auf die Etablierung eines neuen “Integrated Master Courses”, sondern dient zunächst dazu, neue Partnerschaften zwischen Hochschulen zu formen, um internationalen Austausch zu ermöglichen. Daran müssen mindestens fünf Universitäten aus mindestens drei europäischen Ländern und mindestens eine Universität einer “Third Country” teilnehmen.
Als Teil dieser Aktion werden Stipendien an Bachelor-, Master- und PhD- Studenten sowie Wissenschaftler und Lehrkräfte vergeben.

Aktion 3 – ERASMUS Mundus Promotion Projects

Anders als Aktion 1 und 2, wendet sich Aktion 3 an höhere Lehranstalten sowie private und öffentliche Organisationen, deren Ziel es ist, zur Verbreitung, Einsehbarkeit und Attraktivität der europäischen Hochschulbildung beizutragen.
Innerhalb der Aktion 3 werden keine Stipendien vergeben, aber sie unterstützt Aktionen, die dem Ziel des Programmes dienen und einen Bezug zur internationalen Hochschulbildung aufweisen.
Dies kann beispielsweise in Form von Werbeveranstaltungen, Workshops oder ähnlichem geschehen.

Im Rahmen von ERASMUS Mundus II sind auch die japanischen Universitäten Hosei und Osaka vertreten. Die deutsche Partneruniversität der Hosei Universität sind die Humboldt Universität zu Berlin, sowie die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg..
Die Osaka Universität hat bereits über zwanzig Partnerschaften zu Fakultäten in verschiedenen deutschen Hochschulen, darunter z.B. die Universität Köln (Philosophie und Musik), Universität Hamburg (Physik), Universität Oldenburg (Physik und Psychologie) uvm.

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