FAQ


Auf dieser Seite finden Sie folgende Abschnitte:


1. Studium

Wie finde ich die passende Universität für mich?

Wer in Japan studieren möchte, sollte sich bei der Wahl der Uni nicht so sehr an den Rankinglisten orientieren. Wichtiger sind Informationen aus erster Hand von Studenten und Dozenten, die selbst in Japan waren. Unter www.daad.de/alumni/ finden sich ein Reihe von Alumni-Adressen für Japan. Dort kann man ebenfalls die Adressen von Kontaktpersonen in Deutschland sowie Termine von Alumni-Treffen nachschlagen.

Über die “Ländermaschine” der Homepage des DAAD findet man Informationen zu den Studienmöglichkeiten an japanischen Universitäten. Bewerber um ein DAAD-Stipendium sollten ihre Bewerbungsunterlagen für die Universitäten möglichst immer über das DAAD-Büro Tokyo einreichen, auch wenn die Stipendienauswahl noch bevorsteht. Die Aufnahme kann hiermit erleichtert werden.

Eine Hilfe und Gesamtübersicht bietet der in Zusammenarbeit mit dem DAAD von Daniela Reichert herausgegebene “Studienführer China, Japan” (Verlag Bertelsmann, 2003, ISBN: 9783763904389).

Listen japanischer Universitäten sind u.a. auf folgenden Seiten zu finden:

2. Vor der Ausreise

Wie finde ich eine Wohnung und was kostet sie?

Die Mieten in den Großstädten Tokyo, Osaka und Yokohama gehören zu den weltweit höchsten. Wohnen in Japan mit einem normalen oder bescheidenen Budget bedeutet deshalb zweifelsohne Abstriche machen und über die ein oder andere Widrigkeit hinwegsehen zu müssen. Die meisten Zimmer und Apartments sind sehr schlecht bis gar nicht isoliert und schützen daher im Sommer nicht vor Hitze und im Winter nicht vor Kälte. Ohne Klimaanlage bzw. Heizung, deren Gebrauch sehr teuer ist, kann es ziemlich ungemütlich werden.

Es gibt zwar an den meisten japanischen Universitäten Wohnheime, jedoch ist es sehr schwierig dort ein Zimmer zu bekommen. Jede größere Universität hat eine bestimmte und begrenzte Anzahl an Wohnheimplätzen, von denen wiederum eine bestimmte Anzahl für ausländische Studenten reserviert ist. Deshalb sollte ein Zimmer so schnell wie möglich über den japanischen Betreuer beantragt werden. Das DAAD-Büro Tokyo versucht Zimmer von zurückkehrenden Stipendiaten weiterzuvermitteln. Allerdings ist dieses Angebot sehr begrenzt.

Der Zustand und die Preise der Uni-Wohnheime variieren stark. Im Durchschnitt kostet ein Zimmer inkl. Gemeinschaftsküche und –bad etwa 50.000 Yen (ca. 460 Euro).

Studenten-WGs sind in Japan eher unüblich. Aushänge über freie Zimmer in WGs finden sich an den schwarzen Brettern der Universitäten.

Das Tokyo International Exchange Center

Der Tokyo Academic Park in Aomi bietet Unterkünfte für ausländische Studenten und Forscher an. Die Anlage verfügt über ca. 800 Wohngelegenheiten für Singles, Paare und Familien. Allerdings können Berwerbungen nur über die Verwaltung der japanischen Universität oder für MEXT-Stipendiaten erfolgen.

Residence halls for international students:

Management Unit, Programs Department, Tokyo International Exchange Center

Tel.: 03-5520-6005
Fax: 03-5520-6011
E-Mail: tiec@jasso.go.jp

Kyôto:

Die Kyôto City International Foundation vermittelt Zimmer in Wohngemeinschaften.

Bsp.: möbliertes Zimmer in 5er WG, in einem traditionell japanischen Haus; 30.000 Yen pro Monat inkl. Nebenkosten und Internet; für 6 jo (1 jo = 1 Tatamimatte = 90x180cm) plus Garten in guter Lage. Zusätzlich: 20.000,- Yen “Vermietergeschenk” und 1 Monatsmiete als Kaution.

Hinweis: Obwohl WGs in Japan kaum verbreitet sind, ist es in Kyôto ungewöhnlich leicht Wohngemeinschaften zu finden.

Gibt es Homestay-Familien?

Es gibt einige private und nichtkommerzielle Organisationen und Gruppen, die Homestay-Aufenthalte in Japan vermitteln. Sie sind auf der Homepage der Japanischen Botschaft aufgelistet. In Tokyo ist es allerdings sehr schwierig etwas langerfristiges zu finden. Mitglieder der Deutsch-Japanischen Gesellschaften können eventuell über die Japanisch-Deutsche Gesellschaft in Tokyo Homestay-Familien finden.

Was sollte ich mitbringen?

  • Passbilder: Da zu Beginn des Aufenthaltes für verschiedene Behördengänge und sonstige Anmeldungen viele Passbilder erforderlich sind, sollten diese in ausreichender Menge (ca. 20 Stück) mitgebracht werden. Allerdings gibt es in den meisten Ämtern Passbildautomaten (ca. 700 Yen/4 Bilder).
  • Gastgeschenke: Auch ist es ratsam, kleine Gastgeschenke (z. B. kleine Silberlöffel, Bildbände, Kräutertee, regionale Spezialitäten, Schokolade usw.) mitzubringen.
  • Adapter:
    • japanische Stecker haben zwei flache Stifte
    • Spannung: 100 V AC
    • Frequenz: 60 Hz in West- und 50 Hz in Ost-Japan

Was für vorbereitende Lektüre gibt es?

Japanexpertin Rita Menge veröffentlichte im Oktober 2009 ihr Buch “Praxisführer Japan. Fettnäpfchen gekonnt vermeiden” beim Verlag Königshausen&Neumann, welches vor allem Geschäftsleuten, aber auch anderen Japaninteressierten einen guten Einblick in die japanische Lebensweise liefert. Durch zahlreiche Fallbeispiele wird der Leser auf verschiedene Situationen, die während des bevorstehenden Japanaufenthalt auftreten können, informiert und vorbereitet.

Weitere Informationen über Frau Menges Buch finden Sie in der Pressemitteilung.

3. Nach der Ankunft in Japan

Wie komme ich vom Flughafen nach Tokyo?

Die bequemste und im Verhältnis auch günstige Art vom Narita Flughafen nach Tokyo zu gelangen ist wahrscheinlich der Keisei Skyliner, der den Reisenden für 1920,-Yen in 56 Minuten nach Nippori oder Ueno bringt. Die Stationen Nippori und Ueno liegen beide an der JR Yamanote Linie, auch “Circle Line” genannt, die die wichtigsten Bahnhöfe Tokyos miteinander verbindet.

Flughafen Verkehrsmittel Dauer(Min.) Kosten(Yen) Ziel
Narita Limousinen-Bus 55 2900,- Tokyo City Air Terminal
60 – 90 2700 – 3000,- Größere Hotels in Tokyo
JR Sobu Line 90 1280,- Tokyo Bhf.
JR Narita Express (NEX) 60 2940,-
90 3110,- Ikebukuro Bhf.
80 3110,- Shinjuku Bhf.
Keisei Skyliner 56 1920,- Ueno Bhf.
Keisei Limited Express 75 1000,- Nippori Bhf.
Haneda Limousinen-Bus 25 – 35 900,- Tokyo City Air Terminal
40 900,- Tokyo Bhf.
50 1200,- Shinjuku Bhf.
40 – 60 1000 – 1200,- Größere Hotels in Tokyo
Keihin-Express 19 400,- Shinagawa Bhf. (umsteigen in JR Yamanote Linie)

Auf der Seite “Hyperdia” kann man nach Zugverbindungen, auf “bus.or.jp” nach Busverbindungen suchen.

Was muss ich beachten, wenn ich in Japan angekommen bin?

  • Nach Erhalt der “Resident Card” bei der Einreise muss man sich innerhalb von 14 Tagen bei der zuständigen Behörde (kuyakusho, shiyakusho) melden, sofern der Wohnsitz bereits feststeht. Bei der Behörde muss man ein Formular ausfüllen. Die “Resident Card” muss man wie einen Ausweis immer mit sich tragen. Die Karte muss bei der Ausreise aus Japan wieder abgegeben werden, es sei denn, man hat eine Wiedereinreiseerlaubnis.
  • Es ist empfehlenswert, die Wohnadresse der DAAD-Außenstelle mitzuteilen, um in die Betreuungskartei aufgenommen zu werden – auch wenn Sie kein DAAD-Stipendiat sind!
  • Bei der Deutschen Botschaft Tokyo bzw. beim Generalkonsulat Osaka gibt es eine “Deutschenliste”, in die man sich eintragen lassen kann, um Informationen und Benachrichtigungen zu erhalten.
  • Bei den Touristen-Informationsbüros in Tokyo bekommt man kostenlos einen Stadtplan und einen Touristenführer (auf deutsch), der Coupons für Ermäßigungen für Museen, etc. enthält.

4. Allgemeines

Wie melde ich ein Telefon an?

Bei einem Festnetzanschluss muss man zunächst ein “Telefonrecht” erwerben. Da die Kosten hierfür sehr hoch sind (ca. 80.000 Yen), sollte man nach Möglichkeiten suchen, diese Rechte von Vorgängern zu kaufen. Manchmal bieten die Telefongesellschaften (z.B. NTT) diese Möglichkeit an, oder es gibt so genannte “Händler”. DAAD-Stipendiaten können hierzu das DAAD-Büro in Tokyo befragen.

Wesentlich unkomplizierter ist es, ein Handy zu kaufen bzw. einen Handy-Vertrag abzuschließen. Informationen darüber z. B. welcher Anbieter Studententarife offeriert, liefert die Universität während den Einführungsveranstaltungen.

Wie versichere ich mich richtig?

Ausländer, die sich mindestens ein Jahr in Japan aufhalten, können der “National Health Insurance” (kokumin kenkou hoken) beitreten. Die Anmeldung hierzu ist bei der zuständigen Behörde (kuyakusho/shiyakusho) möglich. Monatliche Beiträge sind je nach Einzugsgebiet unterschiedlich (2006: 2.000-5.000 Yen; ab dem zweiten Aufenthaltsjahr je nach Einkommen stark erhöhte Beiträge möglich). Studenten sollten bei der Anmeldung darauf hinweisen, dass sie “kein eigenes Einkommen” haben, um in die niedrigste Versicherungskategorie eingestuft zu werden. Diese Versicherung deckt 70% der anfallenden Kosten, 30% müssen selbst getragen werden. DAAD-Stipendiaten können diese 30% durch die DAAD-Versicherung erstatten lassen. Für andere Studenten mit dem Status “College Student” gibt es die Möglichkeit 80 % der Eigenbeteiligung über die “JASSO Medical Care Assistance” (JASSO MCA) erstatten zu lassen, d.h. dass der Student tatsächlich nur 6 % selbst bezahlen muss. Eine teilweise Rückerstattung der Eigenbeteiligung durch die JASSO MCA ist nur möglich, wenn man bei der “National Health Insurance” versichert ist. Informationen hierzu erteilen die Auslandsämter der Universitäten. Wichtig: die Versicherungskarte muss genauso wie die ”Resident Card” vor der Abreise wieder abgegeben werden. Auch müssen Änderungen bezüglich der Adresse, ect. innerhalb von zwei Wochen der “National Health Insurance Sektion” des jeweiligen Bezirkes gemeldet werden.

Für Personen, die sich weniger als ein Jahr in Japan aufhalten, gibt es nur die Möglichkeit, sich von Deutschland aus zu versichern (über Privatversicherungen bzw. Reise-Krankenversicherungen). Für DAAD-Stipendiaten wird vom DAAD für diesen Zeitraum eine Vollversicherung abgeschlossen.

Informationen zum japanischen Sozialversicherungssystem findet man bei der National Insurance Agency.

Und wenn ich tatsächlich mal einen Arzt aufsuchen muss?

In Japan werden Arzt- und Krankenhausbesuche bar bezahlt. In der Regel bekommt man den ausgelegten Betrag innerhalb eines Monats von der deutschen Krankenversicherung zurück. Achten Sie darauf, dass Ihnen die Quittung auf englisch ausgestellt wird! Da die Verständigung mit den japanischen Ärzten meist schwierig ist, empfiehlt es sich einen ausländischen Arzt oder einen Arzt mit guten Englisch- oder Deutschkenntnissen aufzusuchen. Auf Anfrage ist bei der Deutschen Botschaft sowohl eine Ärzteliste ausländischer und häufig frequentierter Ärzte, mit Telefonnummer und unter Angabe der Fachrichtungen sowie eine Liste von Krankenhäusern in Tokyo erhältlich.
Die Deutsche Industrie- und Handelskammer in Japan stellt ebenfalls Informationen zur Versorgung im medizinischen Notfall zur Verfügung.

Wer sich in Tokyo aufhält, kann außerdem zum medizinischen Informationsservice (Tokyo Metropolitan Medical Institution Information) gehen.

Telefonische Konsultation unter: (03)-5285-8181

Eine Reihe von Universitäten bietet außerdem einen ambulanten medizinischen Service auf dem Campus, oder in den medizinischen Fakultäten an. Beim Besuch der Sprechstunde wird meist nur eine geringe Gebühr fällig, darüber hinausgehende Leistungen werden extra berechnet. Weitere Informationen finden sich auf den Homepages der Universitäten. Zudem informieren die “International Student Center” über alle Einzelheiten der medizinischen Versorgung und Leistungen für ausländische Studenten.

Kann ich neben dem Studium jobben?

Die Bestimmungen, wie viel und mit welchem Visum neben dem Studium gearbeitet werden darf, ändern sich regelmäßig und sollten bei der Botschaft und den Konsulaten in Deutschland erfragt werden.

Prinzipiell gilt, dass das Jobben neben dem Studium innerhalb einer bestimmten Anzahl an Wochenstunden erlaubt ist. Vom Arbeiten mit einem Touristenvisum ist abzuraten.

Als Inhaber eines Visums für “college students” oder “pre-college students” muss man sich zunächst eine “Erlaubnis andere Tätigkeiten auszuüben als die im Aufenthaltsstatus enthaltenen” (“Permit to Engage in Activity other than that Permitted by the Status of Residence Previously Granted“) bei der nächstgelegenen Einwanderungsbehörde (siehe Visum, Abs. 5.2 und 5.3 ) besorgen. Das Antragsformular erhält man vor Ort oder beim “International Center” der Universität. Desweiteren muss man seinen Pass vorzeigen sowie eine Kopie der ”Resident Card” und ein Zertifikat der Universität (Fukushin-shou) mitbringen.

Wie viele Stunden darf ich arbeiten?

Die erlaubte Arbeitszeit variiert je nach Aufenhaltsstatus. Eine Ausnahme bilden Inhaber des sog. “Working-Holiday-Visums“.

“undergraduate” und “post-graduate” Studenten an einer Universität oder ähnlichen Institutionen sowie Studenten an Technischen Hochschulen 28 Stunden pro Woche (in vorlesungsfreier Zeit wie z. B. Sommerferien, 8 Std. pro Tag)
Studenten mit Forscherstatus, die den Veranstaltungen der Universität hauptsächlich als Gasthörer beiwohnen 14 Stunden pro Woche (in vorlesungsfreier Zeit, wie z. B. Sommerferien, 8 Std. pro Tag)
Schüler (pre-college students) 4 Stunden am Tag
Stand 2006

Da die Universität / Sprachschule der Einwanderungsbehörde gegenüber verpflichtet ist, dass Sie die für den Erhalt des jeweiligen Visastatus vorgeschriebene Stundenzahl auch wirklich absolvieren, gibt es eine Anwesenheitspflicht an der Universität / Sprachschule!

Wie finde ich einen Nebenjob?

Ein lukrativer Nebenjob (jap.: “arubaito”) für Studenten aus dem Westen bietet die Arbeit als Englischlehrer an einer Sprachschule. Normalerweise reicht dafür ein Studentenvisum aus. Auch kann man bei der Germanistischen Fakultät, oder im Studentenbüro der Universität nachfragen, oder auf folgenden Homepages suchen:

Achtung! Nehmen Sie ausschließlich seriöse Nebentätigkeiten an! Es ist ausländischen Studenten strengstens untersagt in einem Bereich zu arbeiten, der der öffentlichen Moral widerspricht! Dazu gehören z.B das Bedienen in einer Bar und das Arbeiten in einer Spielhalle (Pachinko, Mahjong).

Mehr Informationen zum Thema: “Nebenjobs für ausländische Studenten

5. Visum

5.1. Wie beantrage ich ein Visum?

Es ist auf alle Fälle ratsam mit einem ordnungsgemäßen Visum einzureisen. Im Allgemeinen nimmt die Beantragung ca. 6 Wochen in Anspruch. Der japanische Bürge muss für den Studenten zunächst ein <>”Certificate of Eligibility” bei dem zuständigen Immigration Office beantragen (z.T. wird dies von den Sprachschulen sowie von den meisten Universitäten übernommen).

Das DAAD-Büro Tokyo übernimmt diese Beantragung nur für DAAD-Stipendiaten, die an der Waseda studieren wollen. (Bitte laden Sie das entsprechende Formular von den Waseda Homepage herunter und schicken Sie dieses, zusammen mit den gesamten Bewerbungsunterlagen für die Waseda, direkt an das DAAD-Büro Tokyo, z. Hd. Frau S. Yokoyama.) Mit dem erteilten “Certificate of Eligibility” kann dann das ordnungsgemäße Visum von den japanischen Vertretungen in Deutschland (Botschaft, Konsulate) ausgehändigt werden. Bitte beachten Sie, dass die Botschaft und die Konsulate Visa-Anträge ohne das “Certificate of Eligibilty” nicht mehr entgegen nehmen.

Studenten, die an einer Aufnahmeprüfung teilnehmen, benötigen normalerweise ein Visum mit dem Status eines “temporary visitor”. In diesem Falle muss man eine Bescheinigung vorweisen die besagt, dass man eine Aufnahmeprüfung ablegen wird. Dieses Visum erlaubt einen Aufenthalt in Japan zwischen 15 und 90 Tagen. Wenn man sich innerhalb dieses Zeitraums an einer Schule eingeschrieben hat, kann man die Änderung des Status in die eines “college student” beantragen.

5.2 Kann ich zwischendurch in ein anderes Land reisen?

Auch wenn man von der Japanischen Botschaft / Konsulat im allgemeinen ein Visum mit dem Vermerk “multiple entry” erhält, berechtigt dies nicht unmittelbar dazu wieder einreisen zu können. Wenn man während seines Japanaufenthaltes das Land verlassen möchte, muss man unbedingt vor der Ausreise bei der nächstgelegenen Einwanderungsbehörde eine “Re-entry permit” (“Wiedereinreiseerlaubnis”) beantragen. Das Formular bekommt man beim Immigration Office gegen Zahlung einer Gebühr von 3000 Yen. Die “Wiedereinreiseerlaubnis” kann sofort erteilt werden. Wer vorhat, Japan während seines Aufenthaltes mehrmals zu verlassen, sollte sich für eine “Multiple Re-entry permit” (ca. 8000 Yen; Gültigkeitsdauer: 3 Jahre) entscheiden.

Ohne Wiedereinreiseerlaubnis gilt das Visum als abgelaufen und man muss im Ausland noch einmal ein neues Visum beantragen.

Das Tokyo Regional Immigration Bureau befindet sich in Shinagawa:

General Information Service

5-5-30 Konan, Minato-ku, Tokyo 108-8255

Tel.: (03)-5796-7112

Öffnungszeiten: Mo – Fr.: 9:00 – 12:00 und 13:00 – 16:00 Uhr

(Es empfiehlt sich, sich morgens schon um 8:30 Uhr anzustellen, da man sonst damit rechnen muss, den ganzen Vormittag dort zu verbringen.)

Weitere Informationen finden Sie hier.

5.3 Was bedeutet der Aufenthaltsstatus?

Wechselt man seine Tätigkeit und fällt diese nicht unter die Kategorie, die im Visum angegeben ist, muss man den Aufenthaltsstatus bei der Einwanderungsbehörde ändern lassen.

Ausländische “Researcher”, die sich länger als 3 Monate in Japan aufhalten möchten, um Forschung zu betreiben, bekommen einen der 3 folgenden Status zugeschrieben: “Professor“, “Researcher” oder “Cultural Activities
Austausch- oder Gaststudenten erhalten ein “College Student” Visum.

Aufenthaltsstatus Erlaubte Tätigkeiten in Japan Aufenthaltsdauer
“Researcher” Forschungstätigkeiten innerhalb eines Vertrages mit einem öffenlichen oder privaten Institut in Japan (exkl. aller Aktivitäten, die für den Status als “Professor” gelten) 1 oder 3 Jahre
“Professor” Forschung, Forschungsleitung, Lehrtätigkeiten an Universitäten und dazugehörigen Instituten oder an technischen Fachhochschulen, genannt “Koutou-senmon-gakko” 1 oder 3 Jahre
“College Student” Besuch von Seminaren und Unterricht an der Gastuniversität. Für die Erhaltung des Visums ist es erforderlich, eine Mindestanzahl an Credits pro Semester zu erwerben. Bei Universitäten mit Semestersystem in der Regel 10-15 Credits pro Semester und bei Universitäten mit Trimestersystem 8-10 pro Trimester. Variiert aber je nach Studienprogram. 1 oder 4 Jahre
“Cultural Activities” Unbezahlte akademische/ künstlerische Tätigkeiten, spezielle Erforschung von japanischer Kunst und Kultur oder das Studium japanischer Kunst und Kultur mit Betreuung durch einen Experten(exkl. Tätigkeiten, die unter den Status von “College Students”, “Pre-college Students” oder Praktikanten fallen) 6 Monate oder 1 Jahr

Bei ” Researchern” genügt ein “Einladungsschreiben” bzw. eine “Arbeitsplatzzusage” des betreuenden Professors, diese sollte aber unbedingt den Briefkopf der japanischen Universität tragen!

Wie kann ich meine Aufenthaltsdauer verlängern?

Im Falle einer Verlängerung des Aufenthaltes in Japan muss man bei der Einwanderungsbehörde die Verlängerung des Visums beantragen. Dieser Antrag auf Verlängerung sollte zwei Monate vor Ablauf des Visums gestellt werden. Wenn dem Antrag stattgegeben wird, muss man innerhalb von 2 Wochen seine ”Resident Card” verlängern lassen. Für den Antrag muss man seinen Pass und seine “Resident Card”, sowie einige andere Dokumente mitbringen. Nähere Informationen dazu sollten bei der Einwanderungsbehörde erfragt werden. Das Antragsformular bekommt man auf der Homepage des Justizministeriums.

Detaillierte Informationen zu Visa- und arbeitsrechtlichen Fragen finden sich auf der Homepage….

der Deutschen Botschaft Tokyo

des “Ministry of Foreign Affairs of Japan”

Wie kann ich meinen Aufenthaltsstatus ändern?

Wenn Sie planen über Ihren Studien- oder Forschungsaufenthalt hinaus noch weiter in Japan zu bleiben und einer anderen Tätigkeit, wie Absolvierung eines Praktikums oder Traineeprograms, nachzugehen, ist es erforderlich, den Aufenthaltsstatus zu ändern. Dafür gibt es ausfüllbare Anträge auf der Homepage des Justizministeriums. Zwar werden Praktikanten und Trainees in japanischen Firmen meist ausreichend bezahlt aber sollte es Vorkommen, dass Sie bei der Ausübung Ihrer Arbeit widererwarten nicht ausreichend vergütet werden, ist es erforderlich zu beweisen, dass man anderweitig über die finanziellen Mittel verfügt seinen Lebensunterhalt in Japan zu finanzieren. Dies kann durch Abgabe eines einfachen Bankstatement, mit Einsicht in den Kontostand oder einer Bürgschaft der Bank auf Kreditwürdigkeit, erfolgen. In der Regel gilt ein monatliches Einkommen von umgerechnet 70.000- 80.000 Yen als ausreichend. Haben Sie und ggf. die Firma, bei der Sie angestellt sind, die Antragsformulare ausgefüllt, dann gehen Sie damit und mit den sonstigen benötigten Unterlagen zum Immigration Office. Wenn die Unterlagen komplett sind erhalten Sie innerhalb von 3-4 Wochen die Nachricht, dass dem Antrag stattgegeben wurde und Sie können ihren Aufenthaltsstatus ändern lassen können. Dazu gehen Sie noch einmal zum Immigration Office und bringen am besten etwas Geld mit, denn für Statusänderung wird meist eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 4000 Yen eingefordert.

Was heißt denn das auf Japanisch / Deutsch?

DeutschDeutsch JapanischJapanisch (Romaji)
Appartement (Holzwände) apaato
Appartement (massive Wände) manshon
Bachelor gakushi
(Studien-) Bewerber (nyuugaku)kibousha
Bewerbungs- / Anmeldeformular moushikomi-sho
Bürge hoshounin
Doctor-Course hakase-katei
Empfehlungsschreiben / -brief shoukai-jou
Fragebogen ankeeto-youshi
Gemeinkosten kyouekihi
Haus juutaku
International (Student) Center ryuugakusei center
Kaution shikikin
Makler fudoosanya
Maklergebühr chuukaiassenryou
Master shuushi
Miete yachin
Nebenjob arubaito
“Schlüsselgeld”/ “Vermietergeschenk” reikin
short-term student tokubetsu kenkyuusei
Sprachkursteilnemher bekka
Studium, Studieren, Studien bengaku
Universität daigaku
Vermieter ooya-san
Visum biza

Der DAAD hat ein Wörterbuch “Deutsch-Japanisch/Japanisch-Deutsch: Begriffe aus Wissenschaft und Hochschule” herausgegeben (DIN A6, 283 S., Japanisch mit Kanji und in lateinischer Umschrift). Das Wörterbuch ist in Deutschland beim DAAD, Ref. 225, Kennedyallee 50, 53175 Bonn, erhältlich. Wenn Sie in Japan leben und ein Exemplar haben wollen, schicken Sie bitte einen Briefumschlag mit Namen und Adresse, frankiert mit 210,- Yen, an die DAAD-Außenstelle Tokyo (7-5-56, Akasaka, Minato-ku, Tokyo 107-0052).