05.07.2017

Joint Degree Master of Arts Program in Transcultural Studies zwischen den Universitäten Heidelberg und Kyoto

Am 27. Juni 2017 erhielt die Graduate School of Letters der Universität Kyoto, Japan, die Zulassung des japanischen Ministeriums für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie (MEXT) zur Einrichtung eines “Joint Degree Master of Arts Program in Transcultural Studies” mit ihrem Partner, dem Heidelberg Centre for Transcultural Studies (HCTS) an der Universität Heidelberg. Auf der Seite Kyotos ergänzt der neue Studiengang damit ab Oktober 2017 die Akkreditierung einer internationalen Variante des HCTS Masters in Transcultural Studies (MATS). Studierende, die sich im Oktober 2017 in den MATS in Heidelberg einschreiben, können sich erstmalig auf Plätze im gemeinsamen Programm bewerben, während dies in Kyoto zum Studienbeginn im April 2018 möglich wird.

Das Format eines internationalen Joint Degrees wurde durch eine neue Verordnung des MEXT ermöglicht, wobei es sich dabei um

einen Studiengang handelt, der gemeinsam von einer japanischen und einer ausländischen Universität geschaffen und realisiert wird. Studierende, die ein solches Programm absolvieren, erhalten einen M.A.-Abschluss, der gemeinsam von beiden Partnern verliehen wird. Das neue Master-Programm mit der Universität Heidelberg wird nicht nur der erste von der Universität Kyoto etablierte Joint Degree dieser Art sein, sondern Japans allererstes gemeinsames Programm in den Geistes- und Sozialwissenschaften mit einem internationalen Partner.

Die Universität Heidelberg (zur Verfügung gestellt vom Cluster 'Asia and Europe’/Heidelberg Centre for Transcultural Studies)

Die Universität Heidelberg (Foto zur Verfügung gestellt vom Cluster ‘Asia and Europe’/Heidelberg Centre for Transcultural Studies)

Aufbauend auf den Stärken beider Institutionen, bietet das gemeinsam durchgeführte, englischsprachige Graduiertenprogramm den Studierenden Zugang zu einem interdisziplinären Forschungsfeld der Geistes- und Sozialwissenschaften, das die transkulturellen Dynamiken zwischen und innerhalb Asiens und Europas im globalen Kontext fokussiert. Nach einer grundlegenden Einführung in die Theorien und Konzepte eines transkulturellen Ansatzes wählen die Studierenden einen von drei Foki, um ihre Studien zu vertiefen: „Knowledge, Belief and Religion“ (KBR), „Society, Economy and Governance“ (SEG), oder „Visual, Media and Material Culture“ (VMC). Die an diesem Programm teilnehmenden Studierenden sind an beiden Universitäten eingeschrieben und verbringen ein Jahr an ihrer Heimatinstitution, der Universität, an der sie sich zuerst einschreiben, und ein Jahr an der Partneruniversität, während sie von Hochschullehrenden beider Institutionen betreut werden. Das Programm schließt mit der erfolgreichen Einreichung einer Masterarbeit in englischer Sprache nach internationalen akademischen Standards ab.

 

Die Universität Kyoto (Foto zur Verfügung gestellt von der Universität Kyoto)

Als forschungsorientierter Studiengang zielt der “Joint Degree Master in Transcultural Studies” in erster Linie darauf ab, seine Studierenden für eine erfolgreiche Karriere in der internationalen Wissenschaft auszubilden. Das Programm bemüht sich daher, angehende Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler mit einer ausgewogenen Balance zwischen Wissen und praktischen Fähigkeiten auszustatten, die ein kritisches Verständnis von Konzepten und Beiträge zu neuen Begriffen des Globalen und transkultureller Dynamiken ermöglicht. Dementsprechend ist es das Ziel dieses Programms, Studierende zu fördern, die in ihrem Fachwissen in verschiedenen Bereichen der Geistes- und Sozialwissenschaften und in jeweiligen Sprachkenntnissen herausragend sind, um ihre fachlichen, regionalen und methodischen Kompetenzen auszubauen. Das von zwei führenden Forschungseinrichtungen durchgeführte Programm setzt sich darüber hinaus zum Ziel, die intellektuellen Fähigkeit seiner Studierenden im Hinblick darauf zu fördern, Fächergrenzen und Unterschiede in wissenschaftlichen Systemen zu überbrücken.

Dieses Programm ist sowohl ein Ergebnis als auch andauerndes Projekt der internationalen Zusammenarbeit und Kooperation in Forschung und Lehre zwischen den beiden Partnern, die Gründungsmitglieder des japanisch-deutschen Universitätskonsortiums HeKKSaGOn sind.

 

Programmübersicht

Studentenquote: 10 Studierende an beiden Universitäten (fünf Studierende mit Kyoto, fünf mit Heidelberg als Heimatuniversität).

Qualifikationskriterien:

1) B.A. in einem Fach der Geistes-, Kultur- oder Sozialwissenschaften mit einem überdurchschnittlichen Abschluss;

2) sehr gute Englischkenntnisse;

3) weitere Anforderungen abhängig von der Heimatinstitution.

Studiendauer: 2 Jahre (jeweils eines an der Heimatuniversität, eines beim Partner).

Abschluss:                   Master of Arts.

 

Das Bewerbungsverfahren für Heidelberger MATS-Studierende wird im November 2017 auf der Internetseite des Heidelberg Centre for Transcultural Studies und für Studierende in Kyoto im Oktober 2017 auf der Website der Kyoto Graduate School of Letters bekannt gegeben. Interessierte Studierende werden zu Orientierungsveranstaltungen an einer der beiden Institutionen eingeladen.

Für den Joint Degree Transcultural Studies stehen 5 DAAD -Vollstipendien für Studierende der Universität Heidelberg  aus dem Doppelabschluss Förderprogramm für einen Aufenthalt von 10 Monaten an der Universität Kyoto 2018-2019 zur Verfügung.

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