12.06.2017

EHEF in Japan – ein „großer“ Schritt zum Auslandsstudium

Die diesjährige „European Higher Education Fair“ (EHEF) war in jeder Hinsicht „groß“: Mit über 70 Ausstellern kamen mehr europäische Hochschulen denn je nach Japan. Und auch die Besucherzahlen konnten sich sehen lassen: 1300 Studierende, Graduierte, Berufstätige und Schüler informierten sich auf der Messe über ein Studium in Europa – 100 mehr als im vergangenen Jahr.

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Viele träumen davon, im Ausland zu studieren. Doch um diesen Traum zur Realität zu machen, muss man viele Entscheidungen treffen, die nicht leicht sind: In welchem Land will ich studieren? Auf welcher Sprache? Und danach, etwas konkreter: Was sind die Voraussetzungen? Wie finanziere ich das Ganze? All diese Planungsschritte kann man  mithilfe der Informationen auf unserer Homepage und Anfragen an deutsche Universitäten in mühsamer Eigenrecherche selbst gehen. Es gibt aber auch einen leichteren Weg: Die „European Higher Education Fair“ (EHEF) in Japan, auf der neben dem DAAD auch die deutschen Hochschulen selbst Rede und Antwort stehen!

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Bei der EHEF am 20. und 21. Mai 2017 haben wieder viele Studierende die Möglichkeit zum direkten Gespräch mit den europäischen Hochschulen und den Mittlerorganisationen genutzt: Zum ersten Messetag in Tokyo kamen 880 Besucher an die Meiji-Universität in Tokyo, am zweiten Tag an der Doshisha-Universität in Kyoto waren es 420.

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Und viele der Besucherinnen und Besucher wollten nach Deutschland: Vor dem DAAD-Stand bildeten sich schnell Schlangen und auch an den Ständen der deutschen Universitäten herrschte reger Betrieb. In diesem Jahr waren neben dem DAAD Tokyo und dem Goethe-Institut gleich neun deutsche Universitäten vertreten, darunter „alte Bekannte“ wie die Universitäten Köln, Heidelberg, Tübingen, Bayreuth und die Jacobs University Bremen. Aber auch neue Teilnehmer wie die Ruhr-Universität Bochum, die Bauhaus-Universität Weimar, die Fachhochschule Würzburg-Schweinfurth und die Carl Benz School of Engineering (KIT).

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Somit gab es für die Besucherinnen und Besucher ein breites Angebot an Informationen zu Studienmöglichkeiten – vom englischsprachigen BWL-Master, über einen Bachelor in Design bis hin zum medizinischen Staatsexamen. Die deutschen Aussteller freuten sich, dass viele Besucher schon sehr genaue Vorstellungen von ihrem Auslandsstudium hatten. Am DAAD-Stand haben wir an beiden Tagen insgesamt über 180 Beratungen durchgeführt.

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An beiden Messetagen wurde zudem ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm geboten: In Podiumsdiskussionen erzählten Japanerinnen und Japaner von ihren Erfahrungen mit dem Studium in Frankreich, Finnland, Belgien, Kroatien, Irland und natürlich Deutschland. Die Diskussionsrunden wurden auch in diesem Jahr von langjährigen Freunden des DAAD moderiert, Prof. Hideto Hiramatsu (Universität Tokyo) in Tokyo und Prof. Regine Dieth (Doshisha Universität) in Kyoto. Außerdem gab es ein Seminar zum „Master of Business Administration“ (MBA), bei dem Firmenvertreter, Repräsentanten von Universitäten und Alumni erläuterten, inwiefern ein MBA in Europa nicht nur neue Karrierechancen eröffnet, sondern oft sogar preiswerter und vielseitiger als ein MBA in den USA ist. Auch die Länderpräsentation, unter anderem die zum Studium in Deutschland und den Stipendienprogrammen des DAAD, waren gut besucht. Zum ersten Mal wurden die Programmpunkte in Tokyo in diesem Jahr in einem Livestream im Internet gezeigt.

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Wie wichtig auch für die europäischen Länder der Austausch mit Japan ist, zeigt, dass viele hochrangige Vertreter der beteiligten Länder an der Veranstaltung teilnahmen. So eröffneten zum ersten Mal der Botschafter der EU-Delegation in Japan, der Präsident der Meiji-Universität und Botschafter sowie Repräsentanten aus den Botschaften von 15 europäischen Mitgliedsstaaten die EHEF mit einem Kusudama in der Meiji-Universität (s. Foto). In Kyoto besuchte der Bürgermeister die Messe. Am 19. Mai trafen sich die europäischen Hochschulvertreter zudem mit Repräsentanten japanischer Universitäten bei einem Networking Event in den Räumlichkeiten der EU-Delegation mit anschließendem Empfang.

Banner7 Wie in den Vorjahren wurde die EHEF 2017 von der Delegation der Europäischen Union in Japan, Campus France Japon und dem DAAD gemeinsam organisiert. Weitere Ko-Organisatoren waren die Meiji Universität, die Doshisha-Universität und die Stadt Kyoto. Unterstützung erhielt die EHEF außerdem durch das japanische Außenministerium (MOFA), das Ministerium für Bildung, Kultur, Sport und Technologie (MEXT), die Japan Student Services Organisation (JASSO), die Japan Society for the Promotion of Science (JSPS), das Japan Network for International Education (JAFSA), den Keidanren, den Verwaltungsbezirk Chiyoda und die Präfektur Kyoto. Wir bedanken uns herzlich bei allen Beteiligten, die die EHEF 2017 in Japan zu einem derart „großen“ Erfolg gemacht haben und wünschen all denjenigen, die zum Auslandsstudium nach Europa aufbrechen, eine inspirierende und unvergessliche Zeit!

Laura Blecken
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Marketingbeauftragte des DAAD Tokyo
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