30.05.2017

Eine Amtseinführung in internationaler Runde

Seit dem ersten März dieses Jahres hat der DAAD Tokyo mit Dorothea Mahnke eine neue Leiterin, deren Amtsübernahme nun offiziell gefeiert wurde. Am 12. Mai kamen zu diesem Anlass etwa 50 Gäste, darunter Partner, Wissenschaftler, Vertreter der deutschen Wirtschaft und Alumni des DAAD im Restaurant Beau Départ in Akasaka zusammen. Frau Mahnke stellte in ihrer Rede nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Ziele für den DAAD Tokyo vor: Um einen „internationalen Austausch auf Augenhöhe“ zu erreichen, möchte sie noch mehr japanische Studierende zu einem Auslandsstudium in Deutschland bewegen und den Austausch zwischen den Hochschulen weiter beleben. Als Außenstellenleiterin ist sie gleichzeitig Direktorin des Deutschen Wissenschafts- und Innovationshauses (DWIH) und hat es sich in dieser Funktion zum Ziel gesetzt, Deutschland als Innovationsstandort bekannter zu machen.

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Die Unterstützung zu diesen Vorhaben sicherte der aus Bonn angereiste Leiter der Abteilung „Strategie“ des DAAD, Christian Müller, zu, der im Anschluss einen Vortrag zum Thema „Internationalisierung der Hochschulen“ hielt. Darin zeigte er auf, dass zwar wachsende Mobilität und ein verstärkter Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern zu verzeichnen, doch gleichzeitig besorgniserregende politische Tendenzen zu beobachten seien: Nicht nur das Projekt Europa, sondern auch multilaterale Bündnisse und das Konzept des „Weltbürgers“ gerieten in den letzten Jahren in Gefahr, so Müller. So müssten sogar so erfolgreiche Programme wie Erasmus und Horizon 2020 im Zuge des Brexit neu verhandelt werden. In Ländern wie der Türkei, Russland, dem Iran, China und womöglich bald auch in den USA hätten Wissenschaftler und Studierende zunehmend mit Einschränkungen zu kämpfen.

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Herr Müller betonte, dass der DAAD und alle anderen Organisationen, die internationalen Austausch fördern, vor diesem Hintergrund wichtige Akteure seien. Durch die direkten Verbindungen zu Studierenden und Wissenschaftlern könnten sie Arbeit schützen und weltweite Diskussionsplattformen als wichtige Mittel gegen die Restriktionen schaffen. Diese Ziele werden Herrn Müller zufolge nun mit Frau Mahnke, die sich schon immer für die Internationalisierung eingesetzt habe, von Tokyo aus weiterverfolgt, wozu er ihr viel Erfolg wünschte.

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Auch der Gesandte an der deutschen Botschaft, Dr. Stephan Grabherr, wünschte Frau Mahnke für ihre Amtszeit alles Gute. Er betonte ebenfalls, dass die Internationalisierung eine wichtige Aufgabe sei, und machte deutlich, dass die an diesem Abend zusammen gekommene Runde bestehend aus Vertretern international aufgestellter Institutionen bereits einen ersten Eindruck vermittle, wie dieses Ziel umgesetzt werden könne. Anschließend eröffnete er mit einem japanischen Prosit! (Kampai) das Buffet.

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Bei Speisen und Getränken nutzen die Gäste die Gelegenheit, sich mit Frau Mahnke und miteinander bekannt zu machen, Kontakte zu knüpfen und zu vertiefen. Im Gemisch drei verschiedener Sprachen – Japanisch, Deutsch und Englisch – konnte man hören, dass bereits Frau Mahnkes Amtseinführung ein höchst internationales Unterfangen war.

 

Text und Fotos: Juliane Schedler (Praktikantin des DAAD Tokyo)

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