16.12.2016

Weihnachtskonzert: Posaune, Piano und Mundharmonika im Wechselgesang

Am 9. Dezember weihnachtete es sehr im Deutschen Kulturzentrum: Über 180 aktuelle und ehemalige Stipendiatinnen und Stipendiaten, Vertreterinnen von Partnerinstitutionen und Freunde des DAAD aus den verschiedensten Fachrichtungen kamen zum alljährlichen Weihnachtskonzert, das die DAAD Außenstelle Tokyo zusammen mit dem Alumni-Netzwerk DAAD Tomo no kai organisiert hatte.

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Seit Gründung der Außenstelle im Jahr 1978 laden der DAAD Tokyo und der DAAD Tomo no kai zum großen Weihnachtskonzert – „Alle Jahre Wieder“. Und in diesem Jahr war es mal wieder ganz besonders schön.

Schon bei der Vorbereitung kam in der Außenstelle Weihnachtsstimmung auf: Der Baum wurde geschmückt, Gestecke mit Weihnachtssternen aufgestellt und spätestens als die Stollen-Berge für die 180 Gäste geliefert wurden und sich ein süßer Rosinen-Duft in den Büroräumen ausbreitete, war das Team der Außenstelle startklar für die weihnachtliche Großveranstaltung.

Vorbereitung

Zu Beginn begrüßten Herr Dr. Wieland Eins, Kommissarischer Leiter der DAAD-Außenstelle Tokyo, und Frau Andrea Finken, 2. Sekretärin der Kulturabteilung der Deutschen Botschaft Tokyo, die Gäste. Herr Eins betonte, wie wichtig gerade angesichts der politischen Ereignisse im Jahr 2016 der Austausch, die Zusammenarbeit und vor allem die Freundschaft zwischen Japan und Deutschland sei. Auch Frau Finken blickte auf das Jahr zurück, in dem besonders viele deutsche Politiker nach Japan gekommen seien und die gegenseitigen Beziehungen weiter gestärkt hätten, was gerade in diesen Zeiten bedeutend sei.

Redner

Herr Prof. Dr. Ryuichi Higuchi, Präsident des DAAD Tomo no kai, übernahm anschließend die Moderation und kündigte die Musiker des Abends an, die allesamt ehemalige DAAD-Stipendiaten sind. Das Trio Aura Three mit dem Mundharmonikaspieler Mizuno Takamoto, der Pianistin Tsurumi Aya und dem Posaunisten Murata Kousei spielte eine Vielzahl bekannter und weniger bekannter Stücke verschiedener Genre, u. a. von Vladimir Fyodorovich Vavilov, Francis Poulenc und Ennio Morricone.

Besonders die Kombination von Mundharmonika und Posaune – zwei Instrumente, deren Tonumfang, wie Herr Higuchi erklärte, der menschlichen Stimmlage ähnelt – war für viele Gäste neu und reizvoll. Das Konzert dauerte eine Stunde und klang unter langem Beifall mit Astor Piazzollas Ave Maria als Zugabe aus.

Musiker1

Nach dem Konzert sammelten sich die Anwesenden zum Adventlichen Beisammensein im Foyer des Deutschen Kulturzentrums. Der Leiter der Abteilung für Kultur, Presse und Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Botschaft Tokyo, der Gesandte Robert von Rimscha, betonte bei einem Kampai! die wichtige Rolle des akademischen Austauschs in der Beziehung beider Länder. Die Gäste unterhielten sich anschließend bei Stollen und Glühwein und vor allem letzterer erfreute sich solch enormer Beliebtheit, dass schnell der letzte Tropfen getrunken war. Doch selbst ohne Glühwein blieben die Gäste noch bis zu später Stunde, schwelgten in Erinnerungen, knüpften neue Kontakte und tauschten sich über japanische und deutsche Weihnachtsbräuche aus.

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Wir wünschen Ihnen allen eine schöne und besinnliche Adventszeit, danken für Ihre Unterstützung in diesem Jahr und freuen uns auf das nächste Treffen – spätestens wenn es erneut heißt „Alle Jahre Wieder“!

Text: Benedikt Brinkmann
Fotos: Rieke Heukeroth

Redaktion: Laura Blecken

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