13.12.2016

Gewetzte Messer, wertvolle Seide und rasante Züge in Niigata

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten des 33. Jahrgangs unseres „Sprache und Praxis in Japan“ (S&P) – Programms machten am 24. und 25. November eine Exkursion in die Präfektur Niigata. Die Teilnehmerin Dr. Sophia Schmitt berichtet von der Reise, auf der sie direkt vor Ort Einblicke in Japans reiche Tradition und die hochmoderne Technik gewinnen konnte. Momentan läuft die Ausschreibung für den nächsten S&P-Jahrgang (18 Monate Sprachkurs+Praktikum in Japan, Bewerbungsfrist 31. Januar 2017)

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Unsere erste Exkursion im 33. Jahrgang des „Sprache und Praxis in Japan“-Programms führte uns in die Präfektur Niigata. Dort besuchten wir Firmen der unterschiedlichsten Gewerbe: Vom kleinen, traditionsreichen Familienbetrieb, bis hin zum internationalen Unternehmen.

Nach der gemeinsamen Anreise wurden wir in Niigata von einem Mietbus abgeholt, der uns die nächsten zwei Tage zu allen Stationen unserer Reise fuhr. Am ersten Morgen begannen wir die Exkursion mit dem Besuch bei dem Messer-Hersteller Tôjirô. In dem mittelständischen, international ausgerichteten Unternehmen wurden uns die verschiedenen Herstellungstechniken traditioneller japanischer Messer gezeigt. Den Nachmittag verbrachten wir bei dem Familienunternehmen Shigeno Tansu-ten, das sich auf die Herstellung von traditionellen Kommoden (Tansu) aus feuerfestem und wasserbeständigen Paulownien-Holz spezialisiert hat.

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Auch die Übernachtung in einem Ryokan – einer traditionellen japanischen Reise-Unterkunft – war eine neue Erfahrung, die wir nicht zuletzt dank der leckeren japanischen Küche sehr genossen haben.

Nach einem japanischen Frühstück mit Reis, Misosuppe und gegrilltem Fisch, ging es am zweiten Tag weiter zu dem Kimonostoffhersteller Yokoshô. Dort wurden uns die einzelnen Schritte der Seidenweberei gezeigt, die bis heute in großen Teilen durch Handarbeit verrichtet wird.

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Nach einem Mittagessen und einem Rundgang durch das Freilichtmuseum Hoppô Bunka Hakubutsukan – ein altes Bauernhaus aus der Edo-Zeit (1603 -1868) – besuchten wir am zweiten Nachmittag ein Werk der Japan Transport Engineering Company (J-TREC). Diese stellt unter anderem die neuen Züge der Yamanote-Line her. In den hochmodernen Hallen des Werks bestaunten wir die Hightech-Nation Japan.

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So zeigte sich auch in Niigata, wie nahe in Japan Tradition und Moderne beieinanderliegen. Durch das abwechslungsreiche Programm war die Exkursion eine Bereicherung in kultureller und fachlicher Hinsicht für alle Stipendiaten.

 

Text: Dr. Sophia Schmitt
Fotos: Anne Groß
(Stipendiatinnen)

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