29.06.2016

SP32-Exkursion: Technik und Tradition in Nagoya

Der 32. Jahrgang des DAAD-Programms „Sprache und Praxis Japan“ (SP32) fuhr vom 15. bis 17. Juni nach Zentraljapan, um verschiedenste Unternehmen des herstellenden Gewerbes in der Region zu besuchen. Die Exkursion führte durch die Präfekturen Shizuoka, Aichi sowie Gifu und kombinierte traditionelle Aspekte mit hochmoderner Technik.

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Die Produkte der insgesamt sechs Firmen reichten von Miso über Kontaktlinsen in Reinräumen bis zu Phontonen-Multiplikatoren für die Teilchenforschung. Begonnen wurde die Reise mit einem Besuch bei Hamamatsu Photonics K.K., dem weltweit einzigen Hersteller von Photoelektronenvervielfachern für Forschungsgeräte. Als Kontrastprogramm folgte noch am selben Tag eine Besichtigung bei Hatcho Miso, wo noch heute nach traditioneller Art das japanische Lebensmittel Miso von Hand zubereitet wird. Bei diesen beiden Terminen wurden die Gegensätze in der Unternehmenskultur eines internationalen sowie eines mittelständischen Unternehmens deutlich.

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Am nächsten Tag war ein Höhepunkt der Exkursion die Besichtigung des Schlosses Inuyama, das als eines der wenigen traditionellen japanischen Schlösser noch heute erhalten ist. Der darauffolgende Besuch im Schwertmuseum Seki Kaji Denshokanz machte die Zeitreise komplett: Ein Schmied fertigte vor den Augen der Stipendiatinnen und Stipendiaten das traditionelle japanische Schwert Katana. Der interessante Termin beim Kontaktlinsenhersteller Menicon, bei dem die hochmoderne Produktion erklärt wurde, brachte die Gruppe dann wieder zurück in die Gegenwart. Am letzten Tag wurde die Exkursion mit einem eindrucksvollen Besuch bei Torey Nagoya Jigyôsho abgeschlossen, wo die Stipendiaten Informationen über die Materialforschung erhielten und das Testcenter zu sehen bekamen.

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Neben der Besichtigung der Firmen war auch die Übernachtung in einem traditionellen japanischen Hotel mit Onsen eine bereichernde kulturelle Erfahrung. Die Exkursion erlaubte einen Einblick in die Hightech-Nation Japan, ohne aber dabei das traditionelle Japan zu vernachlässigen und wurde somit zu einer kulturell und fachlich bereichernden Erfahrung für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Bericht: Erik Pyrozok (Sprache und Praxis in Japan – Stipendiat)

Fotos: Johannes Mikulasch (Sprache und Praxis in Japan – Stipendiat)

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