11.12.2012

Wissenschaftlicher Gesprächskreis: Japanische Reiseaufzeichnungen aus den 1910ern bis 1920er Jahren

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Auf dem dritten und letzten Wissenschaftlichen Gesprächskreis (WGK) im Jahr 2012 referierte die Japanologin Frau Sandra Beyer zu ihrem Dissertationsthema. Dabei zog ihr Vortrag mit dem Titel „Frau reist: Vergeschlechtlichte Räume in Reiseaufzeichnungen nach London in der Taishô und frühen Shôwa-Zeit“ neben japanischen Wissenschaftlern besonders deutsche Japan-Interessierte an.

Der Vorstandsvorsitzende des JSPS-Clubs Prof. Menkhaus führte durch den Abend und erteilte Frau Beyer nach einer kurzen Einführung in die Thematik das Wort. Anders als der abstrakte Titel vermuten ließ, begleitete die junge Doktorandin ihren Vortrag auch mit Grundsatzfragen, u.a. „Was versteht man unter Reisen?“ und zentralen Begriffserklärungen. Im Vordergrund standen hierbei vor allem die unterschiedlichen Möglichkeiten der Übersetzungen und Herausforderungen bei der Auslegung. Als konkrete Beispiele führte Frau Beyer zwei Japanerinnen an, die in den 1920ern für eine japanische Zeitung monatlich persönliche Reiseberichte aus England verfassten. Dieser Umstand machte das Interesse der japanischen Öffentlichkeit an Europa zu der damaligen Zeit sehr deutlich. In der anschließenden Diskussion diskutierte die Referentin detaillierte Aspekte und kulturelle Anpassungsmechanismen der japanischen Frauen bezüglicher ihrer Kleidungsstandards und ihres Verhaltenskodex. Abschließend bedankte sich Frau Beyer für die neuen Anregungen, die sie in ihrem Dissertationsprojekt fortführen möchte. Der Gesprächskreis setzte dann die Diskussion in kleinerer Runde in den Räumlichkeiten des DAAD fort.

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