30.11.2012

PromoDoc – Pilotprojekt in Japan erfolgreich abgeschlossen

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„Mit jährlich 111.000 neu verliehenen Doktortiteln produziert die EU fast doppelt so viele Doktortitel wie die USA“. Mit diesem Statement wirbt die EU-Projektreihe „PromoDoc“ für die Doktorandenausbildung in Europa und nimmt dabei besonders die Länder Japan, Hongkong, Südkorea, Singapur, Taiwan, USA und Kanada in den Blick. Die Projektreihe läuft drei Jahre und wird über die Aktionslinie 3 unter Erasmus Mundus gefördert; Projektpartner sind – neben dem DAAD – British Council, Nuffic, Campus France, IIE sowie eurodoc.


Dem DAAD oblag in diesem Rahmen die Organisation von Informations- und Gesprächstagen in Japan, die vom 21.-23. November in Tokyo und Kyoto mit 19 Universitäten aus acht europäischen Ländern (Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Luxemburg, Tschechische Republik, Ungarn) stattfanden. Die japanischen Interessenten und die europäischen Universitäten hatten mit Hilfe eines Online-Tools die Möglichkeit, schon im Vorfeld der Veranstaltung miteinander in Kontakt zu treten. Etwa die Hälfte der 180 teilnehmenden Interessenten machte von diesem „Appointment-Tool“ Gebrauch. Die andere Hälfte orientierte sich vor Ort. Insgesamt fanden an den drei Tagen rund 350 Einzelberatungen statt.


Es war deutlich zu merken, dass die Besucher ein großes Interesse am gesamten europäischen Raum mitbrachten, denn die Gespräche wurden nicht nur mit einer Institution, sondern in der Regel mit einer Vielzahl von Universitätsvertretern gesucht.


Neben den Einzelberatungen konnten sich die japanischen Interessenten in Vorträgen der europäischen Hochschulvertreter sowie in kurzen Präsentationen japanischer Professoren, die an europäischen Universitäten promoviert haben, über alle Facetten einer Promotion in Europa informieren.


Die Werbung für die Promotion in Europa ist in Japan ein Pilotprojekt. Noch fokussiert sich die Mehrzahl japanischer Doktoranden, wenn es um eine Promotion im Ausland geht, auf die USA. Der Wunsch jedoch, auch in anderen Ländern zu promovieren, wird immer stärker. Die ersten Informationstage dieser Art in Japan haben gezeigt, dass diese Form der Veranstaltung auf einem Markt, in dem die Rate der Promotionskandidaten bei nur 3% liegt, ein geeignetes Angebot sein kann, die Nachfrage zu erhöhen und junge Wissenschaftler für Europa zu interessieren.


Große Unterstützung erfuhr die Veranstaltung von Seiten des japanischen Bildungsministeriums (Ministry of Education, Culture, Sports, Science and Technology, MEXT). So eröffnete Frau Kumiko Bando, Generaldirektorin des Higher Education Bureau, die Informations- und Gesprächstage gemeinsam mit dem Botschafter der Europäischen Union, Dr. Hans Dietmar Schweisgut.

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