Studentenherzen gewinnen in Japan
In Vorbereitung auf das 150. Jubiläum der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Japan und Deutschland im Jahre 2011 haben die Deutsche Botschaft in Tokyo und der DAAD im September 2009 die Initiative „Studentenherzen gewinnen“ ins Leben gerufen.
Auf der Grundlage der langjährigen Erfahrungen der DAAD-Außenstelle Tokyo und einer Umfrage an über 350 hiesigen Universitäten im Jahre 2008 wurden etwa 80 japanischen Hochschulen identifiziert, welche im besonderen Maße an Deutschlandkontakten interessiert sind. Diesen wurde ein “Präsentations-Kit” mit Vorträgen der deutschen Botschaft in Tokyo, des Generalkonsulats in Osaka und der DAAD-Außenstelle Tokyo zu verschiedenen Deutschlandthemen angeboten, besonders natürlich zum Themenfeld Deutschland als Hochschul- und Wissenschaftsstandort.
Bisher haben 12 japanische Hochschulen auf dieses Angebot positiv reagiert. Dr. Finken als Leiter der AS Tokyo hat in diesem Rahmen bereits im Oktober und Dezember 2009 Vorträge an der Tokyo University of Science, an der Nanzan-Universität in Nagoya und an der Universität Osaka gehalten; weitere Präsentationsreisen folgen dieses Jahr.
Die erste Präsentation fand an der 1883 gegründeten renommierten privaten Tokyo University of Science (Ridai) statt. Sie war Teil einer Informationsveranstaltung für Studierende der Ingenieur- und Naturwissenschaften über Studienmöglichkeiten im Ausland. Der DAAD präsentierte sich dort neben amerikanischen Partnerhochschulen der Ridai und der amerikanischen Study Abroad Foundation (SAF). Es folgte eine lebhafte Fragestunde zu den deutschen Hochschulen und den Stipendienprogrammen des DAAD für Japaner.
Die Nanzan-Universität in Nagoya wurde 1949 durch die deutsche katholische Ordensgemeinschaft der Steyler Missionare gegründet. Hier übernahm Dr. Finken neben der Präsentation „Deutschland und seine Hochschulen“ auch den Vorsitz der Jury des 48. Deutschen Redewettbewerbs der Nanzan-Universität. Der Präsident der Universität, Prof. Dr. Michael Calmano, fand Zeit zu einem ausführlichen Gespräch mit dem Vertreter des DAAD. Neben zahlreichen Diskussionen mit den Studierenden gab es einen intensiven Gedankenaustausch mit Professor Tatsuya Ota, einem DAAD-Alumnus, dem deutschen Hochschullehrer Professor Andreas Riessland und weiteren Vertretern des Deutschen Institutes der Universität.
An der 1931 gegründeten Staatlichen Universität Osaka führten das deutsche Generalkonsulat Osaka und der DAAD eine gemeinsame Präsentation durch, die der DAAD-Alumnus Professor Shuichi Shindo von der Graduate School of Language and Culture vorbereitet hatte. Nach einem Vortrag des stellvertretenden Generalkonsuls Stefan Biedermann zum Studentenleben in Deutschland (in deutscher und japanischer Sprache) folgte die DAAD-Präsentation zum Hochschulstandort Deutschland. Zu beiden Vorträgen hatten die Studenten der Universität Osaka zahlreiche und detaillierte Fragen.
Die Veranstaltung wurde durch ein kleines Treffen mit DAAD-Alumni und Professoren der Universität, darunter auch dem deutschen Hochschullehrer Professor Stefan Vogl, bei Sushi und Radeberger Pilsner abgerundet. Die Vertreter der Universität Osaka äußerten explizit den Wunsch nach einer weiteren Intensivierung der Zusammenarbeit mit dem DAAD.
Für das Frühjahr 2010 haben bereits die Nihon Universität in Tokyo, die Hokkaido Universität in Sapporo und die Kyushu Universität in Fukuoka ihr Interesse an der Initiative “Studentenherzen gewinnen” angemeldet.
















