ARCHIV APRIL-JANUAR 2009

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) sucht für ihr neu eröffnetes Japan Büro ab sofort eine/n Mitarbeiter/in

Stellenausschreibung


Wissenschaftlicher Gesprächskreis im April


Am Montag, dem 13. April, fand erneut der Wissenschaftliche Gesprächskreis (WGK) in der Außenstelle des DAAD in Tokyo statt. Dr. Andreas Schaper, Leiter des Labors für Elektronenmikroskopie und Mikroanalyse am Zentrum für Materialwissenschaften der Philipps-Universität Marburg, hielt einen Vortrag zum Thema Nanotechnologie unter dem Titel: "Mit welchen Mitteln und zu welchen Zwecken studieren wir "Nano"?".
Die Zuhörer erhielten umfangreiche Einblicke in die Zusammensetzung, Herstellung, sowie Verwendung von Kohlenstoff-Fasern und Nanoröhren, den sogenannten Nanotubes. Die Anwendungsgebiete der Nanotechnologie sind breitgefächert. So sind gegenwärtig Forscher damit beschäftigt, Speichermedien (Festplatten) für die Computerindustrie mit nahezu gigantischer Speicherkapazität zu entwickeln. Auch in der Medizin, zur Therapie von Gefäßkrankheiten, soll die Nanotechnologie in naher Zukunft Anwendung finden.
Die Nachbildung von Phänomen in der Tierwelt und Natur bilden ebenso gute Anregungen für die Nanoforschung. Beispielsweise sind Forscher daran interessiert, die photonische Struktur der Pfauenfeder, welche unter einem Elektronenmikroskop gut sichtbar wird, sowie den Seidenfaden der Spinne nachzubilden.

Anschließend wurde der Abend mit Diskussionen und Gesprächen bei einem kleinen Snack und kühlen Getränken fortgeführt.

Nadine Voigt, Praktikantin in der DAAD-Außenstelle Tokyo






Call for applications for New Foreign Post-doc Researchers (FPRs)

RIKEN is now accepting a new position for young Foreign Post-doc Researchers (FPR) as indicated below:
http://www.riken.jp/fpr/ http://www.riken.jp/fpr/

About 15 FPRs will be employed (for up to three (3) years) within 2010 fiscal year starting April 1, 2010 under the appropriate research guidance of RIKEN Lab heads.

The research fields for this positions are physics, chemistry, biology, medicine, engineering, and any other fields related to research now being conducted at RIKEN.
All applicants for this positions should first contact with available RIKEN Lab heads by May 29. http://www.riken.jp/fpr/HostLabList090331.pdf


Siebold-Preis 2009

Der DAAD-Tokyo freut sich, Herrn Prof. Dr. Akio Ogawa von der Kwansei Gakuin Universität als diesjährigem Siebold-Preisträger gratulieren zu können. Herr Ogawa ist ein an der Universität Köln promovierter Sprachwissenschaftler, DAAD-Stipendiat und Forschungsstipendiat der Humboldt-Stiftung. Neben seiner Lehrtätigkeit an japanischen Universitäten nahm er auch eine Gastdozentur an der Universität Hamburg wahr. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf kontrastiven Untersuchungen zur deutschen und japanischen Sprache sowie auf der Sprachtypologie, mit dem Ziel, Sprachuniversalien aufzuzeigen und Sprachindividualitäten zu begründen. Dabei ist er insbesondere daran interessiert, die Sprachwissenschaft in das größere Umfeld der Kulturwissenschaften einzubinden. Herzlichen Glückwunsch!


Erste DAAD-RIKEN Stipendiatin beendet Forschungspraktikum erfolgreich


Dr. Sabine Freter im Labor
Ende März 2009 wird Frau Dr. Sabine Freter als erste Stipendiatin ihr DAAD-RIKEN Forschungspraktikum beenden. Zu ihren Erfahrungen befragt, antwortete Dr. Freter: "Ich bin froh diese Chance bekommen und genutzt zu haben. Es ist nicht besonders einfach als Nachwuchswissenschaftlerin Einblick in die Arbeit von führenden Forschungsinstitutionen zu erhalten. Am RIKEN - Center for Developmental Biology in Kobe wurde ich selbstverständlich im Umgang mit neuesten Methoden vertraut gemacht. Ich hoffe, dass noch mehr junge Wissenschaftler die Möglichkeiten, die dieses Stipendium bietet, nutzen und dass auf diesem Weg deutsch-japanische Forschungskooperationen zwischen den nächsten Generationen von Wissenschaftlern entstehen."

Frau Dr. Freter hielt sich 6 Monate am RIKEN Institut in Kobe auf. Es war bereits ihr dritter Japanaufenthalt. Die in Leipzig diplomierte Pharamzeutin machte 2008 am Institut für Biologie und Umweltwissenschaften der Oldenburger Universität ihren Doktor.

Das DAAD-RIKEN Programm gibt es seit 2008. Es wendet sich an deutsche Nachwuchswissenschaftler/-innen. Der führende Verbund japanischer Spitzenforschungsinstitute "RIKEN" bietet Forschungsaufenthalte mit Laborpraktika für DAAD-Stipendiaten an. Neben Postdoktoranden können erstmals auch Graduierte und Doktoranden zu ein- bis sechsmonatigen Aufenthalten aufgenommen und betreut werden.
Programmausschreibung (Bewerbung ganzjährig möglich)

28. Interuni-Seminar in Kashi

Von japanischen Germanisten organisiertes Seminar zur Deutschlandkunde und zum Deutschunterricht für interessierte Studenten aller Fächer aus Japan - vom 07. bis 11.03.2009 in Kashi, Präfektur Fukushima

Mit 84 Studenten aus ganz Japan, zwei koreanischen Gästen (eine Studentin und eine Dozentin der Yonsei Universität), drei Assistenten des Organisationsteams, zehn Praktikanten (deutsche Austauschstudenten, die als Helfer und Mittler dienen) und 15 Lehrern verschiedener Universitäten fand vom 7. bis 11. März das auch vom DAAD unterstützte Interuni-Juniorenseminar mit dem Thema "Hin zur Rushhour des Lebens" im Seminarhaus der Dokkyo-Universität statt. Japanische Studierende können hier fünf Tage lang intensiv Deutsch lernen und sich mit Muttersprachlern austauschen. Es gibt unterschiedliche Vorträge zum Seminarthema, und täglich mehrstündigen Deutschunterricht auf acht Niveaustufen. Jede Lernergruppe wird von einem deutschen Praktikanten und deutschen wie japanischen Lehrern betreut und unterrichtet. Höhepunkte sind die große Abschiedsfeier und die Schlusspräsentationen der Gruppen auf Deutsch. Wie immer war auch diesmal ein Praktikant des DAAD vor Ort, der an einem Infostand Fragen zu Studium in Deutschland beantwortete.
Mehr dazu unter: http://www.interuni.jp/

Tabea Bienek, Praktikantin in der DAAD Außenstelle Tokio





Trinationales Juristenseminar an der Universität Tokyo


Seminar-Gruppenfoto
Ein Forum für junge Nachwuchswissenschaftler organisierte der DAAD-Jurafachlektor Prof. Dr. Henne Ende Februar an der Todai. Zwanzig junge Juristinnen und Juristen aus Korea, Deutschland und Japan diskutierten eine Woche lang über ihre Promotionsprojekte. Neben Fachvorträgen und Diskussionen, etwa über Perspektiven der Heimatländer zu Verbrechen nach dem 2. Weltkrieg, standen eine Reihe von gemeinsamen Veranstaltungen auf dem Programm, wie etwa der Besuch beim japanischen Supreme Court.

vollständiger Seminarbericht
vollständiges Seminarprogramm



DAAD-Alumnus erhält Chemikerpreis


Dr. Jens Heilmann, während seines Vortrages beim Abschiedsempfang des SP 24 - Jahrgangs
Dr. Jens Heilmann von der Universität Mainz erhielt den A.M.S.El.-Preis, den Preis des Arbeitskreises für Mikro- und Spurenanalyse der Elemente und Elementspezies. Der DAAD Tokyo gratuliert herzlich.
Dr. Heilmann war als Stipendiat des Sprache und Praxis in Japan-Programms (SP-Programm) von September 2007 bis Januar 2009 in Japan.



Verleihung des 1. German Innovation Award



Am 6.März wurde zum ersten Mal der German Innovation Award, auch Gottfried Wagener-Preis genannt, an japanische Nachwuchswissenschaftler aus den Bereichen Umwelt, Energie, Gesundheitswesen und Sicherheit verliehen. Das Preisgeld wurde von 12 deutschen Firmen (BASF, Bayer, Bosch, Daimler, Evonik, Henkel, infineon, Münchner Rück, SCHOTT, Siemens, Trumpf, TÜV Rheinland) gestiftet. Das dazugehörende Stipendium verlieh der DAAD. Es umfasst einen zweimonatigen Deutschlandaufenthalt.
Der DAAD freut sich besonders, dass der 1. Preis an Herrn Dr. Takeo Someya, Tokyo Universität, ging, dessen Vater bereits in den 70ger Jahren DAAD-Stipendiat an der Karlsruher Uni und zugleich langjähriges Kommissionsmitglied des DAAD war.
Die Grußadresse wurde von Herrn Dr. Tarumi gehalten, der im Jahre 2003 den Zukunftspreis des deutschen Bundespräsidenten erhalten hatte. Dr. Tarumi gehört ebenfalls zur DAAD - Familie: von 1978-79 weilte er mit einem DAAD - Stipendium im Fach Physik an der Uni Bremen.
Der zweite Preis ging an Herrn Dr. Akira Yoshikawa von der Tohoku Universität, drei dritte Preise gingen an Frau Dr. Etsuko Kobayashi, Tokyo Universität, Herrn Dr. Katsuro Hayashi vom Tokyo Institute of Technology und an Herrn Takuto Watanabe, Graduate School of Science and Engineering der Aoyama Gakuin Universität.
Der DAAD gratuliert allen Preisträgern sehr herzlich.






Ausschreibung

Die Matsumae International Foundation vergibt für 2010 wieder 20 Post-doc Stipendien an internationale Nachwuchsforscher. Anmeldeschluss ist August 2009. Detaillierte Information dazu finden Sie auf der MIF-Homepage.


DAAD-Alumna wird Preisträgerin in Tokyo









Nina Junker, DAAD-Stipendiatin in Tokyo von April bis November 2005 und April 2006 bis April 2007, jetzt in Shanghai, hat im Wettbewerb von little more und BCCKS den Preis der Jury gewonnen.
Ihr neuestes Projekt "Cosmopolitan Urban Art photo-booth" hat am 14.02., Valentinstag, in Shanghai den Startschuss erhalten und beginnt am 14.03.2009, White Day, im Cafe Combine in Nakameguro. In beiden Städten wird das interaktive Videoprojekt für ein Jahr lang installiert bleiben.
Details dazu unter www.silentneighbours.com oder auf dem Flyer (links).

SP-Arbeitgeberessen 2009



Am Abend des 20. Februar 2009 bot sich für die Stipendiaten des 24. Jahrganges von "Sprache und Praxis" (SP) Gelegenheit, im offiziellen Rahmen und in Anwesenheit zahlreicher Gäste, darunter die Teilnehmer des nachfolgenden SP-Jahrganges, Abschied von allen SP-Programmbeteiligten zu nehmen.
Die Veranstaltung des DAAD wurde eröffnet im Saal des Deutschen Kulturzentrums durch Herrn Peter Rondorf, Gesandter und Leiter der Abteilung für Wirtschaft und Wissenschaft der Deutschen Botschaft in Tokyo. In seiner Begrüßungsansprache betonte Herr Rondorf, wie bedeutend die Erfahrungen der SP-Stipendiaten gerade in Zeiten wirtschaftlicher Krise seien.

Weiter...




Der DAAD Tokyo auf der "Nanotech" 2009



Auch in diesem Jahr konnte die "Nanotech" im Tokyo Big Sight ihrem Ruf als weltweit größter Fachmesse für Nanotechnologie gerecht werden. Mehr als 47.000 Besucher informierten sich an drei Messetagen über unterschiedlichste Aspekte der Nanotechnologie.
Allein 1.200 Quadratmeter Ausstellerfläche waren der Nanotechnologie aus Deutschland vorbehalten. In Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) demonstrierten mehr als 40 deutsche Forschungseinrichtungen und Unternehmen wissenschaftliche Kompetenz und Know-How.
Im Auftrag des BMBF oblag der DAAD Zentrale Bonn gemeinsam mit der DAAD Außenstelle Tokyo eine Reihe von Aufgaben auf der Nanotech 2009. Im Zentrum der Aufgaben stand die Beratung und Betreuung der zahlreichen Besucher, die sich für den Studien- und Forschungsstandort Deutschland interessierten. Die Anfragen beschränkten sich nicht nur auf Master- und Doktoranden-Programme in Deutschland, auch Firmenvertreter suchten Kooperationen mit dem DAAD und seinen Stipendiaten. Internationale Dialoge ergaben sich häufig; japanische Besucher kamen ebenso auf die DAAD-Mitarbeiterinnen zu wie beispielsweise Kanadier oder Iraner. Die hervorragende Abstimmung zwischen allen Beteiligten aus Wirtschaft und Wissenschaft garantierte, dass sich der "German Pavilion" auch auf der "Nanotech" 2009 in harmonischer Atmosphäre zeigen konnte. Den Höhepunkt bildete der "German Day" am 19. Februar 2009, der nach Grußworten von Herrn Hartmut Schauerte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie und Mittelstandsbeauftragter der Bundesregierung, sowie Herrn Peter Rondorf, Gesandter und Leiter der Abteilung für Wirtschaft und Wissenschaft der Deutschen Botschaft in Tokyo, bei deutschem Bier und Brezeln zu einem gemütlichen Ausklang kam.




Achtes Lektorenfachseminar für deutsche Hochschullehrer in Japan - vom 06. bis 09.02.2009 in Fukushima

22 deutsche und vier japanische Lehrende an japanischen Universitäten diskutierten über das Thema "Wortschatzarbeit als zentraler Bestandteil des Lehrens und Lernens". Wie läßt sich das Interesse japanischer Lernender an der Wortschatzarbeit steigern und wie kann man ihnen das Lernen erleichtern? Das Thema wurde aus fachlicher und interkultureller Perspektive beleuchtet und rege diskutiert. Dabei ging es auch um Lehrwerkanalysen und Prinzipien der Fachwortschatzvermittlung.
Neben fünf Plenumsvorträgen wurde intensiv in vier Gruppen über "Konzepte der Wortschatzarbeit in Lehrwerken", "Wortschatzübungen und Aufgaben", "Wortschatzarbeit im inhaltsorientierten Sprachunterricht" und "Unterrichtskommunikation und Wortschatzarbeit" gearbeitet.

Tabea Bienek, Praktikantin in der DAAD Außenstelle Tokio






Seibold-Preis für DAAD-Alumnus

Professor Makoto Ida, Rechtswissenschaftler an der Keio University Law School, DAAD-Alumnus und langjähriges Mitglied der DAAD-Auswahlkomission, wird in diesem Jahr mit dem Eugen und Ilse Seibold-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ausgezeichnet, gemeinsam mit dem Heidelberger Japanologen und Juristen Professor Wolfgang Schamoni.
"Mit Makoto Ida zeichnet die DFG einen Juristen aus, der den japanisch-deutschen Rechtsdialog bereits seit Jahren maßgeblich prägt und nach Ansicht von Kollegen auch für die kommenden Jahrzehnte bestimmen wird.", heisst es in der Pressemitteilung der DFG.


1. WGK im neuen Jahr

Am 27.1.2009 fand der erste Wissenschaftliche Gesprächskreis (WGK) in Zusammenarbeit mit der "Deutschen Gesellschaft der JSPS-Stipendiaten e.V." statt. Professor Heinrich Menkhaus, Vorsitzender der Gesellschaft und Professor für Rechtwissenschaften an der Meiji Daigaku, berichtete zunächst über die Tätigkeit und Aufgaben dieses z. Z. 230 Mitglieder umfassenden JSPS-Clubs. Daran anschließend folgte sein Vortrag zum Thema "Deutsches Recht in Japan. Seine Tradition. Seine Protagonisten". Herr Prof. Menkhaus erläuterte die historischen Hintergründe anhand zweier Zeitperioden: dem Zeitraum Ende des 19. Jhr. , in dem die Grundlagen der japanischen Rechtsgründung gelegt wurden, und der Nachkriegszeit. Beim anschließenden geselligen Beisammensein konnten dann die Diskussionen zu den historischen Grundlagen der japanischen Rechtsschreibung weiter fortgeführt werden.




Artikel der Leiterin der AS Tokyo in japanischem Magazin

Im Magazin "Ryugaku Kouryu" (Studentischer Auslandsaustausch) der Organisation JASSO (Japan Student Services Organization) ist in der Dezemberausgabe ein Artikel über die aktuelle Arbeit des DAAD Tokyo von der Außenstellenleiterin Frau Dr. Irene Jansen erschienen. Zum vollständigen Artikel in japanischer und englischer Sprache geht es hier.